... in Bulgarien

von Aria Wojciechowski

Beweg dich. Ein Heft über Sport (Ausgabe I/2014)


30.000 Studenten in 60 heruntergekommenen Plattenbauten aus den 1970er-Jahren am Stadtrand von Sofia: Das ist „Studentski Grad“, Sofias 16. Bezirk. Europas größte Studentenstadt ist ein ganz eigener lebendiger Kosmos mit rund um die Uhr geöffneten Bars, Clubs, Fast-Food-Buden und Einkaufsmöglichkeiten. Die 25-jährige Medizinstudentin Elitza Dontsheva teilt sich bereits seit sechs Jahren hier mit einer anderen Studentin dieses rund neun Quadratmeter große Zimmer.

Die Zweisamkeit ist ein seltener Luxus, denn für gewöhnlich bewohnen drei Studenten zusammen ein Zimmer. Wegen des niedrigen Mietpreises von umgerechnet 25 Euro monatlich sind die Plätze in Studentski Grad heiß begehrt. Willkommen ist hier jeder Student, der nicht aus Sofia stammt. Das reiche Unterhaltungsangebot für die im Schnitt 20-Jährigen sorgt dafür, dass die Nacht hier regelmäßig zum Tag wird. Sehr zum Leidwesen von Elitza, die für ihr Medizinstudium viel lernen muss. Dennoch ist sie traurig, Studentski Grad bald verlassen zu müssen. Sie hat die Jahre mit ihrer Zimmernachbarin und besten Freundin sehr genossen.



Ähnliche Artikel

Was vom Krieg übrig bleibt (Hochschule)

„Polizisten auf dem Balkan“

ein Interview mit Anton Sterbling

Ein interdisziplinäres Forschungsprojekt untersucht, wie es um die Behörden und Polizeistrukturen in Südosteuropa steht

mehr


Am Mittelmeer. Menschen auf neuen Wegen (Die Welt von morgen)

Wohnrecht für Roma

Eine Kurznachricht aus Bulgarien

mehr


Ganz oben. Die nordischen Länder (Köpfe)

Zurückgekehrt

Rozalina Laskova (25) hat sich für Bulgarien entschieden. Das ist nicht selbstverständlich, denn seit 1989 haben 800.000 gut ausgebildete Bulgaren ihre Heimat v...

mehr


Menschen von morgen (Kulturprogramme)

Unsichtbare Schätze

von Christine Müller

Die UNESCO schützt nun auch immaterielles Kulturerbe. Eine Auswahl

mehr


Erde, wie geht's? (Was anderswo ganz anders ist)

Feuerläufer

von Samuel Finzi

Eine der ältesten bulgarischen Riten ist das Nestinarstvo, das Feuerlaufen. Frauen und Männer – die Nestinari – laufen tatsächlich auf glühenden Kohlen.

mehr


Helden (Wie ich wurde, was ich bin)

Grenzenlos funken

von Emil Bergmann

Der bulgarische Softwareingenieur - und Liebhaber des Amateurfunks - erzählt aus seinem Leben 

mehr