Moscheestreit

Das Deutsche in der Welt (Ausgabe IV/2010)


Die beste Art zu beweisen, dass der Islam diesen Massenmord nicht gutheißt, wäre es, die Moschee an einem anderen Ort zu errichten.
ABC (Madrid) vom 18.08.2010

Kann es irgendeinen rationalen Grund für diese unterschwellige Angst vor einem Haus ohne Tür geben? Eine Moschee hat keine Tür sie steht für jeden jederzeit offen. (...) Eine Moschee in der Nähe des World Trade Center wird die notwendige Partnerschaft versinnbildlichen im gemeinsamen Kampf gegen den Horror des Terrorismus und seine schlimmen Vordenker, wo immer sich diese aufhalten.
M J Akbar in KHALEEJ TIMES (Dubai) vom 16.08.2010

Vielleicht soll uns diese Kontroverse an die Themen erinnern, mit denen wir uns immer noch dringend befassen müssen. Wir können uns nicht einer Rhetorik von Wandel, Hoffnung und Wagemut hingeben und gleichzeitig im selben emotionalen und psychologischen Stillstand verharren. Wir müssen realisieren, wie solch ein fragiler kollektiver Geisteszustand viele von uns anfällig macht für Instrumentalisierung und Manipulation.
Ramzy Baroud in ASIA TIMES (Hongkong) vom 17.08.2010

Wir halten es mit der Minderheit einer Meinungsumfrage, jenen 27 Prozent, die gesagt haben, die Moschee sollte in Lower Manhattan gebaut werden, denn sie zu vertreiben würde bedeuten, amerikanische Werte aufs Spiel zu setzen. Sie zu bauen wäre eine Geste an die muslimischen Amerikaner, die hier leben, hier beten und – ja doch – auch hier gestorben sind, an diesem schrecklichen Septembermorgen an der Seite ihrer Mitamerikaner. Wir alle werden davon profitieren.
NEW YORK TIMES vom 02.09.2010



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