Mediterraner Club

Atatürks Erben. Die Türkei im Aufbruch (Ausgabe IV/2008)


Der Start der Mittelmeerunion in Paris an diesem Wochenende betont mit viel Pomp die Rückkehr Frankreichs in den Nahen Osten. Dass sich der Israeli Ehud Olmert, der Syrer Bachar el-Assad und der Libanese Michel Sleimane an denselben Tisch setzen, ist ein Etappensieg für ein Projekt, das vor seiner Entstehung mit vielen Schwierigkeiten konfrontiert war.
Pierre Rousselin in LE FIGARO (Paris) vom 12.07.2008

Der französische Präsident vertritt jetzt innerhalb seiner eigenen Institutionen und Projekte eine verwässerte Version seines ursprünglichen Entwurfs für eine Mediterrane Union. Noch ist nicht klar, ob diese zurechtgestutzte Fassung die Unterstützung der Länder der Region erlangen kann. [...] Es gab an diesem vergangenen Wochenende viel Gerede über mögliche Fortschritte auf der palästinensisch-israelischen Schiene wie auch auf der syrisch-israelischen. Die wahre Herausforderung wird aber sein, den Worten Taten folgen zu lassen.
Anouar Boukhars in THE DAILY STAR (Beirut) vom 15.07.2008

Nur mithilfe des Kulturdialogs kann ein fruchtbarer Dialog zwischen den Zivilgesellschaften auf beiden Seiten des Mittelmeers erfolgen. Letztendlich geht es meines Erachtens darum, die Menschen für diese Projekte zu gewinnen, um trag- und zukunftsfähige Kooperationsstrategien umsetzen zu können.
André Azoulay im Interview mit Moncef Slimi auf QUANTARA.DE (Bonn) vom 06.08.2008

Mit ein wenig Glück werden die Mitglieder der neuen Union eines Tages vielleicht zurückblicken und feststellen, dass ihr Weg zu Frieden und Wohlstand damit begann, in gemeinsamer Anstrengung das Meer zu säubern, das sie alle teilen.
THE BOSTON GLOBE vom 14.07.2008



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