Die meistangebauten Pflanzen in Togo

Ausgabe III/2009, Good Morning America. Ein Land wacht auf



1 Manioc – Maniok: 795.371 Tonnen
 
2 Ignames – Yamswurzel: 648.248 Tonnen
 
3 Maïs – Mais: 590.106 Tonnen
 
4 Mil – Hirse: 259.564 Tonnen
 
5 Riz usiné – Reis: 85.540 Tonnen
 
6 Haricot – Bohne: 67.325 Tonnen
 
7 Arachide – Erdnuss: 42.648 Tonnen
 
8 Taro – Wasserbrotwurzel: 17.747 Tonnen
 
9 Voandzou – Erderbse: 4.541 Tonnen
 
10 Patate douce – Süßkartoffel: 3.989 Tonnen

 
1 Maniok
Maniok ist ein Knollengewächs, der kleine Bruder der Yamswurzel, die bis zu drei Kilo schwer werden kann. Maniok findet man in fast allen Regionen Togos. Es enthält viel Stärke und ist gegenüber langen Trockenperioden und kargem Boden unempfindlich. Maniok wird das ganze Jahr über, hauptsächlich für den Eigengebrauch, angebaut. Beliebte Gerichte aus Maniok sind Foufou und Gari. Foufou ähnelt dem europäischen Kartoffelpüree. Gari ist eine Art Mehl, das durch Röstung der Wurzelknolle gewonnen wird. Die Togolesen essen es auf Gemüsesoße gestreut oder auch als Brei. Maniok wird aber auch gekocht, frittiert oder getrocknet. Nur roh sollte man die Wurzelknolle nicht verzehren, denn sie setzt die giftige Blausäureverbindung Zyanid frei.
 
4 Hirse
Die Hirse gehört mit Mais und Reis zu den Getreidesorten in Togo und wird im ganzen Land angebaut. Als anspruchslose Pflanze gedeiht sie auch dort noch, wo andere Getreidearten wegen Wassermangels eingehen. Durch Dreschen werden die Körner nach der Ernte von den Schalen getrennt. Dann werden sie gewaschen, geröstet und getrocknet. Neben dem Verzehr in Eintöpfen oder als Beilage wird Hirse auch zu Alkohol verarbeitet. Um Bier zu brauen, werden die Körner zwei Tage lang in heißem Wasser gegärt und dann weitere zwei Tage gelagert – je länger, umso stärker der Alkoholgehalt. Das fertige Bier wird durch ein feines Netz gesiebt, um es flüssiger zu machen. Der übrig gebliebene Brei wird getrocknet und an die Tiere verfüttert.
 
7 Erdnuss
Die Erdnuss findet man in allen Regionen Togos. Sowohl der Anbau als auch die Ernte sind sehr arbeitsintensiv: Vor der Aussaat muss der Boden aufgelockert werden, die Ernte ist Handarbeit. Die Pflanze ist aufgrund der einzigartigen Struktur ihrer Wurzel imstande, auch einem noch so dürftigen Boden lebenswichtige Nährstoffe zu entziehen. Die kleine Frucht hat einen hohen Fettgehalt, weshalb die Togolesen aus ihr Pflanzenöl gewinnen. Beliebt sind auch die würzigen Erdnusssnacks, die togolesische Frauen auf dem Markt anbieten. Ein traditionelles togolesisches Gericht ist die Erdnusshühnersuppe: ein Schmorgericht aus Hühnchen und Zwiebeln in einer mit Erdnussbutter verdickten Tomatensoße. Mmmh!
 
 

Zusammengestellt von Young-Sim Song
 
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei Togo, Statistik der am häufigsten angebauten landwirtschaftlichen Produkte 2008

 

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