It‘s the economy, stupid!

Claudia Kotte, Ausgabe II/2007, Unterwegs. Wie wir reisen



Omid Nouripour fordert eine Versachlichung der Migrationsdebatte in Deutschland

Als Joschka Fischer ging, kam Omid Nouripour. Der in Teheran geborene Grünen-Politiker rückte am 1.9.2006 für Fischer in den Bundestag nach. Zur Politik kam er durch die Unterschriftenkampagne Roland Kochs gegen die doppelte Staatsbürgerschaft. Die Ausgrenzung, die er nach dem 11. September zu spüren bekam, trieb ihn zum Schreiben. Der 31-jährige promoviert nicht nur über das Thema Heimat und Fremde , sondern hat auch ein Buch über seinen Job, seine Sprache, sein Land geschrieben. Anstatt auf politischen Schlagabtausch zu setzen, belebt er die ideologisierte Debatte mit pragmatisch-konstruktiven Vorschlägen für die Zukunft. Sein Tenor: weg von der ideologisierten Kulturdiskussion hin zur Ökonomisierung der Debatte. Der demographische Wandel erfordert eine interkulturelle Öffnung die Kosten einer unterlassenen Integration können wir uns nicht leisten.

Mein Job, meine Sprache, mein Land. Wie Integration gelingt. Von Omid Nouripour. Verlag Herder, Freiburg 2007.

 

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