China in den Medien

Renate Heugel, Ausgabe I/2011, Weniger ist mehr. Über das Wachstum und seine Grenzen



Das mediale und literarische Bild Chinas im Ausland ist einerseits durch Euphorie und Exotik, andererseits durch die Konstruktion eines befremdlichen bis bedrohlichen Systemgegners gekennzeichnet. Das vorliegende Buch untersucht die deutsche Berichterstattung über das Reich der Mitte mithilfe einer umfangreichen empirischen Bestandsaufnahme. Hierzu wurden alle Artikel der deutschen Printmedien Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, die tageszeitung, DER SPIEGEL, Focus und DIE ZEIT sowie Informationssendungen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens über China im Jahr 2008 ausgewertet. Die Autoren untersuchen, welche Akteure die Berichterstattung prägten und welche Themen in deutschen Medien dominierten. Die dabei herausgearbeiteten sechs Themenfelder – Tibet-Konflikt, Menschenrechte, deutsche Beziehungen zu China, chinesisch-afrikanische Beziehungen, Umwelt- und Klimapolitik, Chinas Rolle in der globalen Wirtschaft – werden einer qualitativen Analyse hinsichtlich ihrer Diskurs- und Argumentationsstrukturen unterzogen. Die Studie weist nach, dass die deutsche Berichterstattung über China der Vielfalt des Landes und seiner Menschen nur selten gerecht wird.

Die China-Berichterstattung in den deutschen Medien. Von Carola Richter und Sebastian Gebauer. Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin, 2010. 304 Seiten.

 

Ähnliche Artikel

Editorial

Ausgabe IV/2010, Das Deutsche in der Welt, Jenny Friedrich-Freksa

Es muss nicht immer Hitler sein. Wenn man heute verreist und erzählt, dass man aus Deutschland kommt, fällt den Menschen nicht mehr zwangsläufig das Dritte Reic... mehr


Hate Speech im Westjordanland

Ausgabe II/2017, Breaking News, Jens-Uwe Rahe

Wie die Deutsche Welle Akademie jungen Erwachsenen den kritischen
Umgang mit Medien beibringen will

mehr


Öffentliche Kanäle, private Interessen

Ausgabe II/2017, Breaking News, Ucu Agustin

Wie Medienbosse in Indonesien die Berichterstattung prägen

mehr


Zusammen fernsehen

Ausgabe IV/2015, Ich und die Technik, Yevhen Fedchenko

Braucht Europa einen gemeinsamen Fernsehsender? Die europäischen Länder betreiben Auslandssender mit internationaler Reichweite. Reicht das, um eine gemeinsame Identität in Europa zu stiften und ein Gegengewicht zu Nachrichtenmonopolen, wie etwa in Russland, zu bieten?

mehr


Chinas Außenpolitik

Ausgabe IV/200, Freie Zeit. Was Menschen tun, wenn sie nichts zu tun haben, Gudrun Czekalla

Chinas Aufstieg zur Supermacht im 21. Jahrhundert wird meist an seiner wirtschaftlichen und politischen Entwicklung festgemacht. Die außenkulturpolitische Dimen... mehr


Die Studiengänge mit den besten Jobaussichten in China

Ausgabe IV/2014, Kauf ich. Ein Heft über Konsum

1 Architektur (Einstellungsrate: 98,3 Prozent)
 
2 Sicherheitstechnik (96,9 Prozent)
 
3 Ingenieurgeologie (96,7 Prozent)
 
4 Maschinenbau (96,6 Prozent)
 
5 Krankenpfl... mehr