Wie verstrahlt bin ich eigentlich?

Ausgabe IV/2015, Ich und die Technik



„Elektrosmog“ ist ein umgangssprachlicher Begriff für Strahlung, die Atome nicht zersetzt. Sie geht von vielen Alltagsgeräten aus. Ist das gefährlich?

Handys haben eine maximale Sendeleistung von einem Watt. In direkter Nähe hat das eine erwärmende Wirkung auf den Körper, doch meist kann das Blut die Wärme abführen. Langzeitwirkungen sind bisher nicht bekannt oder bewiesen. Die World Health Organisation nennt Mobilfunkstrahlen allerdings „möglicherweise krebserregend“. Benutzt man ein Headset, nimmt der Kopf kaum noch Strahlung auf, da der Abstand zur Strahlungsquelle groß genug ist. Grundsätzlich gilt allerdings: Je weniger Empfang ein Gerät hat, desto stärker funkt es, um eine Verbindung herzustellen.

Am stärksten strahlen Mobilfunktürme mit 60 Watt, die auf vier Kanäle verteilt sind. Gefährlich ist die Strahlung für Menschen aber nicht, da sie sich mit zunehmendem Abstand verringert.

Wenn eine WLAN- oder Bluetooth-Verbindung besteht, strahlen Laptops mit bis zu 100 Milliwatt. Trägt man das Gerät dabei auf dem Schoß, dringt mehr Strahlung in den Körper ein.

WLAN-Router
im Haushalt haben meist eine maximale Sendeleistung von 100 Milliwatt. Die Strahlung ist so gering, dass sie keine Auswirkung auf den menschlichen Körper hat. In Büros zum Beispiel haben WLAN-Router oft eine Sendeleistung von maximal einem Watt, um ihre Reichweite zu erhöhen.

Zusammengestellt von
Johannes von Plato

 

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