Deutschland – Frankreich

Gudrun Czekalla, Ausgabe IV/200, Freie Zeit. Was Menschen tun, wenn sie nichts zu tun haben



„Le plus bel enfant du traité de l’Elysée“ – als schönstes Kind des Elyseevertrages wird das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) gern bezeichnet. Als es 1963 gegründet wurde, richtete es sich zunächst an eine Generation von Jugendlichen, die keine Kriegserfahrungen hatten und sich offen für die Möglichkeiten der Konsum- und Freizeitgesellschaft zeigten. Im Spannungsfeld zwischen politischer Verwaltung und Auswärtiger Kulturpolitik auf der einen Seite und den Erwartungen von Jugendorganisationen auf der anderen Seite musste sich das DFJW vielen Herausforderungen stellen, die in der vorliegenden Veröffentlichung thematisiert werden: der deutschen Einheit und der Integration der neuen Bundesländer, Europäisierung und Erweiterung der Arbeit im trilateralen Austausch, Reorganisationen in den 1970er-Jahren und 2008. Die Publikation richtet ein besonderes Augenmerk auf die Rolle der Jugendlichen als zivilgesellschaftliche Akteure und untersucht die Zielgruppen des DFJW. Weitere Themen sind der Sport und seine Rolle im deutsch-französischen Austausch, Sprachenunterricht, Schüler- und Studentenaustausch und pädagogische Forschung im DFJW. (Cz)

Les jeunes dans les relations transnationales. L’Office franco-allemand pour la jeunesse 1963 – 2008. Hrsg. von Hans Manfred Bock, Corine Defrance, Gilbert Krebs, Ulrich Pfeil. Presses Sorbonne nouvelle, Paris, 2008. 472 Seiten.

 

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