Bilaterale Kulturbeziehungen

Gudrun Czekalla, Ausgabe IV/2007, Frauen, wie geht's?



Die ersten Kontakte zwischen Deutschland und Italien nach 1945 fanden zwischen Industriellen, Handeltreibenden und Kaufleuten statt. Erst 1951 wurden wieder Botschafter ausgetauscht und gegenseitige Staatsbesuche absolviert. Die Kultur- und Wissenschaftsbeziehungen kamen erst sehr viel langsamer wieder in Gang. Es dauerte bis 1953, bis die wissenschaftlichen Institute – das Deutsche Historische Institut (DHI), das Deutsche Archäologische Institut (DAI), die Bibliotheca Hertziana und das Kunsthistorische Institut – ihre Arbeit wieder aufnehmen konnten. Der 50. Jahrestag der Wiedereröffnung des DHI war 2003 Anlass für eine Tagung in Rom. Die Vorträge dieser Tagung beschäftigen sich neben dem DAI und DHI mit den deutschen Institutsbibliotheken und der Rolle der „Unione internazionale degli Istituti di archeologia, storia e storia dell’arte“ bei ihrer Rettung und Nutzbarmachung. Weitere Beiträge gehen auf die Entwicklung der Villa Massimo und die Bibliotheca Hertziana ein und beschreiben die Deutsche Bibliothek sowie die deutsche Schule in Rom. Drei übergreifende Beiträge ordnen die Geschichte der einzelnen Institute in den breiteren Rahmen der deutsch-italienischen Beziehungen in den Nachkriegsjahren und die Anfänge der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik in Italien ein.

Deutsche Forschungs- und Kulturinstitute in Rom in der Nachkriegszeit. Hrsg. von Michael Matheus. Tübingen: Max Niemeyer Verlag, 2007. 304 Seiten.

 

Ähnliche Artikel

Editorial

Ausgabe III/2016, Das neue Italien, Jenny Friedrich-Freksa

Italien ist das schönste Land der Welt. Die Italiener wissen das seit Langem, die meisten Menschen ahnen es – ich habe es verstanden, als ich einmal für ein paa... mehr


Campus-Kommunikation

Ausgabe III/2010, e-volution. Wie uns die digitale Welt verändert, Renate Heugel

Die Anzahl internationaler Teilnehmer am Universitätsleben in Deutschland wächst. Ihre unterschiedlichen Wertevorstellungen und Verhaltensweisen spiegeln sich i... mehr


Abgeschottet und fremd

Ausgabe IV/200, Freie Zeit. Was Menschen tun, wenn sie nichts zu tun haben, Wilhelm Siemers

Viele Kinder sowjetischer Militärs wurden in Deutschland geboren. Eine Heimat war ihr Geburtsland für die meisten aber nie

mehr


Thomas Mann als Handicap

Ausgabe IV/2010, Das Deutsche in der Welt, Rosa Ribas

Die deutsche Literatur gilt als schwierig. Wie man ihr dennoch verfallen kann

mehr


Die Kinder der Boches

Ausgabe I/2007, Was vom Krieg übrig bleibt, Jean-Paul Picaper

Der Hass, der nach der Befreiung Französinnen entgegenschlug, die sich im Zweiten Weltkrieg mit einem deutschen Soldaten eingelassen hatten, ist bekannt. Viel weniger ist hingegen von den Schicksalen der Kinder aus diesen Beziehungen an die Öffentlichkeit gelangt. Während sich auf politischer Ebene eine beispielhafte Versöhnung zwischen den einstigen Erzfeinden Deutschland und Frankreich vollzog, waren in Frankreich die Kinder der „Boches“, der Deutschen, weiterhin vielfach geächtet. Eines dieser Kinder ist Daniel Rouxel. Er ist heute 61 Jahre alt. Seine Geschichte begann mit einem simplen Malheur.

mehr


Kreationen aus Dakar

Ausgabe II/2009, Treffen sich zwei. Westen und Islam, Christine Müller

Nur wenige internationale Austauschprogramme greifen Mode als Thema auf. Über den Workshop „prêt-à-partager“ im Senegal

mehr