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Ausgabe II/2019, Schuld

... wir lernen, nach der Herkunft zu fragen

Mithu M. Sanyal

Wer noch einen Beweis braucht, dass es dafür höchste Zeit ist, muss nur den Clip mit dem Entertainer Dieter Bohlen anschauen, der gerade in den sozialen Medien geteilt wird: »Wo kommst du her?«, fragt Bohlen bei der Casting-Show.

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Ausgabe I/2019, Oben

... die Visapolitik Europas liberaler wird

Stefan Weidner

Oft werde ich von Veranstaltern um Rat gebeten: Welche Schriftsteller aus der islamischen Welt könnten wir für eine Lesung einladen, wem könnten wir einen Preis, ein Stipendium geben? Namen vorzuschlagen ist nicht schwer. Die Literaturen der islamischen Welt sind reich. Sehr schwer ist es indessen, diese Menschen ins Land zu bekommen. Nicht, weil sie aus ihrer Heimat nicht ausreisen könnten oder wollten, sondern weil man sie nach Europa nicht hineinlässt.

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Ausgabe III+IV/2018, Das ärmste Land, das reichste Land

... wir den Europäischen Menschengerichtshof stärken

Peter Steudtner

Drei Jahre dauert es laut offiziellen Angaben des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR), bis eine Entscheidung oder ein Urteil vorliegt. Manche müssen noch länger warten, wenn sie einen Fall von Menschenrechtsverletzungen vor den Gerichtshof bringen. Das ist mir eindeutig zu lang. 

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Ausgabe I/2018, Erde, wie geht's?

... wir das Völkerrecht als kolonial entlarven

Antony Anghie

 »Glaubt man den Juristen und Rechtsgelehrten, die sich mit dem Thema Völkerrecht beschäftigen, dann ist die Welt über die letzten Jahrhunderte ein immer gerechterer Ort geworden. […] Doch das Völkerrecht hat auch eine andere Seite, die in der Betrachtung oft zu kurz kommt: eine dunkle, gewalttätige und menschenfeindliche Seite, die sich vor allem in seiner Historie spiegelt.«

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Ausgabe IV/2017, Une Grande Nation

… wir weniger neue Sachen Kaufen

Tim Jackson

Beginnen wir mit den eher offensichtlichen Reizen des Konsums, zum Beispiel mit dem schönen Schein des Neuen. Innovation ist für Unternehmen- überlebenswichtig: Das Alte muss permanent verworfen werden, um Platz für Neues zu machen. Und es stimmt, wir lieben neue Dinge. 

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Ausgabe III/2017, Raum für Experimente

... die Europäer weiterstreiten

Shada Islam

Ein amerikanischer Wissenschaftler hielt kürzlich in Berlin auf einer Konferenz eine enthusiastische Rede zur Verteidigung der Europäischen Union. Die EU wäre stärker, als sie ahne. Doch dann machte er alles wieder zunichte, indem er hinzufügte: »Die EU ist ganz schön langweilig. « Wirklich? Langweilig? 

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