Das Glitzern im Auge

e-volution. Wie uns die digitale Welt verändert (Ausgabe III/2010)


Wenn Ming Cheng „Lili Marleen“ anstimmt, wird Lale Andersen lebendig. Seit 2001 lebt der chinesische Student, der das Rampenlicht sucht, in Leipzig und rollt das „r“, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Schon zu Hause in China hat er gerne gesungen – im Karaoke-Club oder unter der Dusche. Mit einem Auftritt in einem Studentenclub mit Schlagern von Marlene Dietrich bis Hildegard Knef begann eine ungewöhnliche Karriere im Wrack. „Es sind vor allem Leute im reiferen Alter, die alte Schlager schätzen. Ich mag das Glitzern in ihren Augen, wenn ich ihre Lieblingsmelodien singe.“ Sein Wirtschaftsstudium will Ming Cheng aber trotz des Erfolgs zu Ende bringen.



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