Asche in der Luft

e-volution. Wie uns die digitale Welt verändert (Ausgabe III/2010)


Bis zu diesem Vulkanausbruch hat niemand geglaubt, dass ein Vulkan, der nur ein paar Meter hoch ist, so einen verheerenden Einfluss auf das menschliche Leben haben könnte. Wir waren stolz, das Weltall erobert und die Rätsel des Meeres enthüllt zu haben. Dieses Ereignis aber ist ein vernichtender Schlag für die Arroganz des Menschen und wird uns daran erinnern, wie schwach wir sind.
Abdul Salam Haleem in ARAB NEWS (Riad) vom 13.05.2010

So ist das 21. Jahrhundert gezwungen, nach dem Terrorismus und der Finanzkrise auch mit Mutter Erde abzurechnen. Und wir müssen erkennen, wie wenig die Natur dafür braucht, um uns Jahrhunderte oder gar Jahrtausende zurückzuwerfen, in jene grauen Vorzeiten, als ein Vulkanausbruch von unseren Vorfahren noch als Ausdruck des göttlichen Zorns gewürdigt wurde.
LA REPUBBLICA (Rom) vom 17.04.2010

Fakt ist, dass vulkanische Gebiete zu den fruchtbarsten Orten auf diesem Planeten gehören. Vulkane haben unseren Planeten – Wasser, Luft und Böden – geformt und ihre Ausbrüche ernähren uns, bringen große Ladungen an Elementen in Form von Lava, Stein und Asche hervor, die letztendlich zu nährstoffreichem Pflanzengrund zerfallen.
Barbara Damrosch in THE WASHINGTON POST vom 20.05.2010

Das Wunder modernen Fliegens befreite uns von der Schwerkraft, der Atmosphäre, der Kultur, der Geographie. Jeder Ort überall kam uns lokal, austauschbar vor. Die Natur wirft sich dazwischen und wir begegnen unvermutet – viele auf tragische Weise – der Realität des Getrenntseins über Tausende von Meilen. Wir entdecken, dass wir letzten Endes den Naturgesetzen nicht entkommen sind.
George Monbiot in THE GUARDIAN (LONDON) vom 19.04.2010



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