Es geht nicht mehr ohne

von John Adams Gasga Carreon

e-volution. Wie uns die digitale Welt verändert (Ausgabe III/2010)


Mit sechs Jahren habe ich zum ersten Mal einen Computer benutzt und mit ungefähr acht Jahren war ich zum ersten Mal im Internet. Jetzt bin ich 17 Jahre alt und ich muss zugeben, dass ich ohne Internet nicht mehr leben kann. Es ist zu einem so wichtigen Bestandteil meines Lebens geworden, dass ich, wenn mich jemand fragen würde, ob ich mir vorstellen könnte, auf das Internet zu verzichten, mit Nachdruck antworten würde: „Nein, kann ich nicht!“ Es ist mein Tor zur Welt geworden.

Sie müssen verstehen, dass das Internet ein Ort ist, der einen verwandelt und auf dem Laufenden hält über das, was Freunde und Familienmitglieder so treiben und was draußen in der Welt passiert. Meiner Meinung nach ist das sehr wichtig. Ich selbst lebe sehr weit von meinem Zuhause entfernt. Ich komme ursprünglich von den Philippinen, aber lebe Tausende von Meilen über das Meer entfernt mitten im Pazifischen Ozean auf den Fidschi-Inseln. Also können Sie sich vorstellen, wie nützlich das Internet für mich ist. Meine Eltern haben hier Arbeit gefunden. Deswegen lebe ich auch hier und gehe auf eine örtliche chinesische Schule. Ohne solche Dinge wie E-Mail oder soziale Netzwerke wäre es sehr schwierig für mich, zu wissen, was zu Hause vor sich geht oder was meine Familie und meine Freunde machen.

Ich bin auf Facebook, auf bebo.com und auf hi5.com. Alle meine Freunde sind Mitglieder dieser Netzwerke. Es sind Orte, wo ich meine Gefühle und Gedanken mitteilen kann und wo ich erfahre, wie sich meine Freunde fühlen oder was sie denken. Es ist ein Ort, wo ich Kontakte knüpfe und wo ich über das Leben, die Schule und andere Sachen, die mich interessieren, rede.

Wo ich schon einmal bei der Schule bin, das Internet hilft mir auch dabei, Informationen für meine Hausaufgaben zu finden. Zugegeben, Politik und Gesundheitsprobleme sind nicht so meine Sache, aber ich interessiere mich sehr für die Naturwissenschaften. Also rede ich gern über Dinge, die damit zu tun haben, besonders Biologie und Chemie. Das sind Fächer, die ich auch in der Schule habe. Deshalb schaue ich mich gern in wissenschaftlichen Foren im Web um und stelle dort Fragen. Und immer, wenn ich bei meinen Hausaufgaben unsicher bin oder an irgendetwas Zweifel habe, schaue ich im Netz nach. Aber das ist noch nicht alles. Ich habe auch Hobbys. Eines ist Gitarre spielen. Wieder nutze ich das Internet dafür. Ich suche mir dort die Akkorde zu Songs heraus, die ich auf meiner Gitarre spielen will.

Die Leute benutzen das Internet wohl noch für viele andere Dinge. Für mich ist es ein unglaublich wichtiger Teil meines Lebens. Ich bin ein bis zwei Stunden pro Tag und drei Stunden oder mehr am Wochenende online und chatte mit Freunden, spiele E-Schach, sehe mir Videos auf YouTube an, checke meinen Account bei Facebook oder lese Artikel im Internet. Zwei bis drei Stunden täglich online ist viel Zeit, wenn man bedenkt, dass ich die meiste Zeit unter der Woche in der Schule verbringe.

Wie groß die wirkliche Welt dort draußen ist, hat mir die digitale Welt gezeigt durch viele verschiedene Musikstile, Sprachen und Menschen. Das Internet hat mir Zugang zu Informationen verschafft, die mir in der Schule und meinem Alltag weitergeholfen haben.

Aber natürlich birgt das Internet wie alle Dinge Gefahren. Ich kenne Leute, die Onlineangriffen zum Opfer gefallen sind und denen ihre Daten gestohlen wurden. Zum Glück ist mir das noch nicht passiert, aber es beschäftigt mich und deswegen bin ich besonders vorsichtig. Ich achte darauf, dass nur ich Zugriff auf meine persönlichen Daten habe und nur meine engen Freunde sie einsehen können. 

Protokolliert von Dionisia Tabureguci
Aus dem Englischen von Rosa Gosch

 



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