Die beliebtesten Hundenamen in den USA

Joey Goebel

e-volution. Wie uns die digitale Welt verändert (Ausgabe III/2010)


1 Bella: 4.604 Hunde 


2 Max: 4.071 Hunde 


3 Bailey: 4.058 Hunde 


4 Lucy: 3.302 Hunde 


5 Molly: 3.265 Hunde 


6 Buddy: 3.070 Hunde 


7 Maggie: 3.002 Hunde 


8 Daisy: 2.926 Hunde 


9 Chloe: 2.509 Hunde 


10 Sophie: 2.483 Hunde 
 
1 Bella 
Sechs Jahre lang war „Max“ der beliebteste Hundename, bis er von „Bella“ abgelöst wurde. Das liegt wahrscheinlich an der Romanserie und gleichnamigen Verfilmung „Twilight“. Dessen Heldin mit einer Schwäche für Vampire heißt Bella. Amerikaner lieben sexy Vampirnamen. Bella ist der einzige weibliche Name auf der Liste, der nicht mit verspieltem „i“-Laut endet. Die Besitzer dieser Hunde haben sich vermutlich für Eleganz statt Niedlichkeit entschieden. Man verbindet mit dem Namen Schönheit, Anmut und Erhabenheit. Ziemlich komisch, wenn man sich vorstellt, dass diese Bellas keinen Moment zögern würden, ihr eigenes Erbrochenes zu fressen. 
 
3 Bailey 
Bailey spiegelt den Trend in Amerika wider, Kinder geschlechtsneutral zu benennen. Im vergangenen Jahrzehnt waren amerikanische Schulen voll von kleinen Carsons, Taylors, Addisons, Madisons, Averys und Jaydens. Warum diese Androgynität? Vermutlich vermitteln diese Namen das Gefühl, über oder außerhalb einer etablierten Ordnung zu stehen. Dabei lautet die Aussage: „Wir haben das dunkle Zeitalter überwunden, in dem uns Namen aufgebürdet wurden, die unserem Geschlecht entsprachen. Mein Hund heißt Bailey und mein Kind Taylor. Frag erst gar nicht nach seinem Geschlecht, weil das nicht länger von Bedeutung ist.“ Am wahrscheinlichsten ist aber, dass diese Namen gewählt wurden, weil irgendein Prominenter auch so heißt.
 
6 Buddy 
Endlich ein passender Name für einen Hund.Denn letztlich geht es um den besten Freund des Menschen. „Buddy“ suggeriert Spaß, Treue und Kameradschaft. Für diese Eigenschaften lieben Amerikaner ihre Vierbeiner so sehr. Adäquate Namen für Hunde oder Kinder sind heutzutage immer seltener. Die Wahl des Namens soll anscheinend allein zur Belustigung der Besitzer oder Eltern dienen. Gwyneth Paltrow nannte ihr Kind in Promimanier „Apple“. Der Schauspieler Jason Lee nannte seinen Sohn „Pilot Inspektor“. Am schlimmsten traf es jedoch das Kind einer Amerikanerin, die ihrer Tochter den Namen „Plazenta“ gab. Das Wort sei so hübsch gewesen, als der Arzt es im Entbindungssaal sagte. Machen sich Amerikaner womöglich mehr Gedanken über den Namen ihres Hundes als über den ihrer eigenen Kinder? 
 

Quelle: Erhebung der Veterinary Pet Insurance auf Grundlage von 450.000 versicherten Haustieren im Februar 2010. 
 
 Zusammengestellt von Joey Goebel 



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