Oberster Kulturchef

Good Morning America. Ein Land wacht auf (Ausgabe III/2009)


Rocco Landesman, ein Impresario vom Broadway mit schillernder Persönlichkeit und unverblümter Offenheit, ist von der Obama-Administration auserwählt worden, das National Endowment for the Arts zu leiten. […] Wenn seine Nominierung vom Kongress bestätigt werden sollte, wird Landesman die Behörde wohl wachrütteln. Sie ist die größte Kulturorganisation des Landes mit einem Budget von 145 Millionen Dollar. Dennoch wird sie von vielen lediglich als passiver Geber staatlicher Mittel gesehen.
David Ng in LOS ANGELES TIMES vom 13.05.2009

Von Landesman wird erwartet, dass er sich starkmacht für mehr Geld für die Künste. Für gute administratorische Fähigkeiten oder diplomatisches Geschick ist er weniger bekannt. Eher schon für seine Energie, seinen Intellekt und seine respektlose – mitunter wehtuende – Offenheit.
Robin Pogrebin in THE NEW YORK TIMES vom 12.05.2009

Ob auch Washingtons Bürokraten sein ener-gisches, unkonventionelles Kulturunternehmertum, das sich mit diplomatischen Finessen nicht abzugeben braucht, schätzen lernen, könnte selbst bald ein spannendes Drama abgeben.
Jordan Mejias in FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 15.05.2009

Selbst wenn er den Weg der Reform gehen würde, käme er nicht sehr weit. Würde eine zukunftsfähige Kunst […] neu geboren werden, würde das National Endowment for the Arts seine raison d’être verlieren und Bürokratien sind instinktiv unwillig die Probleme zu lösen, deretwegen sie finanziert werden.
Michael Knox Beran in NATIONAL REVIEW ONLINE (New York) vom 28.05.2009



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