Deutsch als Fremdsprache

von Gudrun Czekalla

Wir haben die Wahl. Von neuen und alten Demokratien (Ausgabe III/2008)


Die deutsch-iranischen Kulturbeziehungen haben eine gute und lange Tradition. Im Iran ist Deutsch nach Englisch die am weitesten verbreitete Fremdsprache. Die Autorin, die selbst im Iran Deutsch gelernt und studiert hat, belegt in ihrer Dissertation, wie das Bildungswesen von den positiven Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern profitiert hat. Sie nennt Beispiele privater Förderung wie die deutschen Christoffel-Blindenschulen in Tabriz und Isfahan, die auch die Vermittlung deutscher Sprache und Kultur vorangebracht haben, und beschreibt die Entwicklung der Iranisch-Deutschen Schule in Teheran und der Deutsch-Iranischen Gewerbeschule. Weitere Aspekte sind die Fortbildungsprogramme der Krupp-Stiftung für iranische Manager, das Scheitern der deutschsprachigen Universität Gilan und die Angebote zum Deutsch Lernen. Vorschläge von Mona Motlagh beziehen sich unter anderem darauf, Patenschaften deutscher Universitäten für Hochschulen im Iran einzurichten und das Deutsche Sprachinstitut Teheran zur Koordinierungsstelle für aktuelle und künftige Partner auszubauen.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Iran und Deutschland im Bereich des Bildungswesens und ihre Auswirkung auf die Verbreitung der deutschen Sprache im Iran. Mona Navab Motlag. Hamburg: Kovac, 2007. 194 Seiten.



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