Bilaterale Kulturbeziehungen

Gudrun Czekalla

Toleranz und ihre Grenzen (Ausgabe III/2007)


Auf welchen Wegen fanden kulturelle amerikanische Inhalte, Institutionen und Strategien ihren Weg in die junge Bundesrepublik? Inwiefern stellte Nachkriegsdeutschland einen Sonderfall in der kulturellen Amerikanisierung Europas dar? Diesen Leitfragen gehen die Autoren in kulturwissenschaftlichen Überblicken sowie in Fallstudien und Detailuntersuchungen aus den Bereichen Kulturpolitik, Massenmedien, populäre Musik, bildende Kunst, Theater und Film nach. Sie beschreiben u. a. die Anfänge des Radiosenders RIAS und die Entdeckung der amerikanische Avantgarde bei Joseph Beuys und Rebecca Horn, beleuchten das Verhältnis von Heiner Müller und Robert Wilson und schildern die Erfolgsgeschichte amerikanischer Rocksongs, Bestseller und Kinofilme. In den ersten Jahren nach Ende des Zweiten Weltkriegs war die Resonanz auf die amerikanische Kulturpolitik bei den deutschen Zielgruppen überwiegend negativ. Erst die Popkultur Mitte der 1950er Jahre brachte den Durchbruch. In den letzten Jahren ist der europäisch-amerikanische Kulturaustausch in eine neue Phase eingetreten, die durch Konzepte wie Hybridität, Melange und Intermedialität charakterisiert ist. Die Aufsatzsammlung geht zurück auf ein Forschungsprojekt, das von 2002 bis 2005 durchgeführt wurde.


America on my mind. Zur Amerikanisierung der deutschen Kultur seit 1945. Hrsg. von Alexander Stephan, Jochen Vogt. München: Wilhelm Fink Verlag, 2006. 266 Seiten.



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