Anti-Amerikanismus

Gudrun Czekalla

Was vom Krieg übrig bleibt (Ausgabe I/2007)


Warum ist das Ansehen der Vereinigten Staaten von Amerika in der Welt so dramatisch gesunken? Was lässt den Antiamerikanismus in vielen Ländern anwachsen? Warum wendet sich die Welt von Amerika und den Amerikanern ab? Diese Fragen haben Andrew Kohut und Bruce Stokes bewogen, eine Meinungsumfrage mit über 91.000 Teilnehmern in mehr als 50 Nationen durchzuführen. Die Ergebnisse sind aufschlussreich. So glauben mehr als 70 Prozent der Befragten in anderen Ländern, die Weltlage wäre besser, wenn es einen militärischen Gegenpol zu Amerika gäbe. Zwei Drittel der Amerikaner gehen davon aus, dass militärische Präventivschläge gerechtfertigt sind, und 67 Prozent denken, dass die Vereinigten Staaten die Interessen anderer Nationen ausreichend in ihrer Außenpolitik respektieren. In allen Punkten vertreten die Befragten im Ausland andere Positionen und Sichtweisen. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass der außergewöhnliche amerikanische Individualismus und der Hang zu Alleingängen in der amerikanischen Politik die Hauptursachen für das negative Bild im Ausland sind.
 

America against the world. How we are different and why we are disliked. Andrew Kohut, Bruce Stokes. New York: Times Books, 2006. 259 Seiten.
 



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