EM im Osten

Toleranz und ihre Grenzen (Ausgabe III/2007)


Dies ist ein historischer Augenblick, besonders für die Ukraine, die immer noch zwischen Russland und dem vereinten Europa hin und her gerissen ist. Die Entscheidung fördert die Versöhnung mit unserem Nachbarn. Uns verbindet jetzt ein gemeinsames Ziel.
Rafal Stec in GAZETA WYBORCZA (Warschau) vom 19.04.2007

Auf der längsten Entfernung, zwischen Danzig und Donezk, sind von 1896 Kilometern ganze 23 als Schnellstraße ausgebaut. Auch sonst ist der Boden dieser Europameisterschaft von Schlaglöchern übersät: Der polnische Fußballverband steckt bis zum Hals in einer Korruptionsaffäre, und in der Ukraine beherrschen Oligarchen die Welt des Fußballs.
Konrad Schuller in FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 19.04.2007

Wie soll Europa zusammenwachsen, wenn Höhepunkte jedweder Art westeuropäischen Ländern vorbehalten bleiben? Wenn Fußball wirklich Brücken schlagen kann, dann hat er sowohl bei der WM 2010 in Südafrika als auch bei der EM 2012 eine Chance, es zu zeigen.
Winfried Wächter in LEIPZIGER VOLKSZEITUNG vom 19.04.2007

Wir müssen zugeben: Es war nicht einfach, sich gegen einen Koloss vom Kaliber Polens und der Ukraine zu behaupten, eine Allianz armseliger Spießer ohne die geringste Tradition. (...) Trotzdem waren unsere großen Strategen überzeugt, den Sieg davonzutragen. (...) Was zählt Italien heute noch in Europa? Die UEFA-Mitglieder haben geantwortet: weniger als Polen, das von einer rassistischen Koalition regiert wird und zutiefst antieuropäisch ist.
Massimo Gramellini in LA STASMPA (Turin) vom 19.04.2007



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