Auswärtige Kulturpolitik

von Gudrun Czekalla

Was vom Krieg übrig bleibt (Ausgabe I/2007)


Mitte der 90er Jahre hat die Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit die Kulturstiftung Pro Helvetia mit einem Programm zur Unterstützung osteuropäischer Transformationsländer beauftragt. Hieraus ging das Schweizer Kulturprogramm Südosteuropa und Ukraine hervor, das mittlerweile über 1.000 Kulturaktionen und Austauschprojekte gefördert hat. Seit 2001 sind neben reinen Kulturprojekten auch Initiativen zur technischen Zusammenarbeit im Kulturbereich entstanden, die Pilotcharakter für die gegenseitigen Kulturbeziehungen haben. Derzeit existieren 15 Kooperationsprojekte mit einer dreijährigen Laufzeit und einem Budget von jeweils rund 200.000 Euro in Bulgarien, Rumänien, Albanien, Mazedonien, Bosnien und der Ukraine. Die Studie von Charles Landry versteht sich nicht als Evaluation des Programms, sondern will Diskussionen auslösen und Verbesserungsmöglichkeiten herausfinden. Den Autor interessiert, inwiefern Kulturarbeit anderen Formen der internationalen Zusammenarbeit überlegen ist und welche konkreten Empfehlungen sich für das Kulturprogramm Südosteuropa und Ukraine ableiten lassen.

Kultur im Herzen des Wandels. Charles Landry. Bern: DEZA, 2006. 54 Seiten.



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