Europäische Kulturpolitik

Gudrun Czekalla

Was vom Krieg übrig bleibt (Ausgabe I/2007)


Im Frühjahr 2002 bat die Europäische Kulturstiftung eine Expertengruppe von Intellektuellen, Künstlern, Vertretern der Medien, Politik und Wirtschaft, die kulturelle Dimension der europäischen Integration und des Erweiterungsprozesses zu untersuchen und die Voraussetzungen für ein neues, innovatives Verständnis von Kultur und Kulturpolitik auf europäischer Ebene zu schaffen. Der vorliegende Abschlussbericht gibt die Ergebnisse der Beratungen wider und stellt eine Reihe von Forderungen für die Europäische Kulturpolitik auf. So votieren die Experten für eine substanzielle Verstärkung der Kulturprogramme der Europäischen Union für den Zeitraum 2007–2013, um die multilaterale Zusammenarbeit zu stimulieren, die Mobilität von Künstlern und Kulturgütern zu erleichtern und die gegenseitige Kenntnis und Wahrnehmung unter Europas Bürgern zu verbessern. Darüber hinaus regen sie zur Verbesserung der Zusammenarbeit der EU mit den Mittelmeeranrainerländern die Einrichtung europäischer Kulturhäuser in Istanbul und Kairo an.

Europe as a Cultural Project. Final Report of the Reflection Group of the European Cultural Foundation (2002–2004). Dragan Klaic (Hrsg.). Amsterdam: European Cultural Foundation, 2005. 74 Seiten.



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