Zivilgesellschaft

Renate Heugel

What? Wie wir fremde Sprachen übersetzen (Ausgabe II+III/2011)


Die zivilgesellschaftlichen Beziehungen von Deutschland und Frankreich wurden von der Forschung bisher kaum erfasst. Aus diesem Grund fand 2007 in Mainz eine Tagung unter dem Titel „Zivilgesellschaft und deutsch-französische Annäherung nach 1945“ statt, an der sich Historiker, Politologen, Geografen, Germanisten und Romanisten beteilig-ten. Die Tagungsbeiträge, deren Untersuchungen sich sowohl auf die westdeutsch-französischen als auch auf die ostdeutsch-französischen Initiativen beziehen, liegen nun als Buch vor. Das Eingangskapitel behandelt die Entstehung der Deutsch-Französischen Gesellschaft Berlin in der Zwischenkriegszeit, im nächsten Teil werden Akteure des transnationalen Austauschs – Kriegsgefangene, Veteranen, katholische Gruppen – betrachtet und die Bedeutung der Ideologie sowie französische Initiativen, die sich vorrangig für eine Annäherung an die DDR einsetzten, untersucht. Das vierte Kapitel zeigt verschiedene Modelle zivilgesellschaftlicher Organisationen in Deutschland und Frankreich, unter anderem die Städtepartnerschaften als charakteristische Form gesellschaftlicher Zusammenarbeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

Wege der Verständigung zwischen Deutschen und Franzosen nach 1945. Zivilgesellschaftliche Annäherungen. Hrsg. von Corine Defrance, Michael Kißener, Pia Nordblom. Narr, Tübingen, 2010. 412 Seiten.



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