Public Diplomacy und 9/11

Renate Heugel

What? Wie wir fremde Sprachen übersetzen (Ausgabe II+III/2011)


Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und der Reaktion der USA auf sie kam es zu einer globalen Debatte über die Bedeutung von Public Diplomacy. Das Buch von Kathy R. Fitzpatrick richtet sich sowohl an Wissenschaftler und Studierende als auch an in der Public Diplomacy tätige Personen und versteht sich als Beitrag zu einem besseren Verständnis derselben. Die ersten beiden Kapitel beschreiben ihren Aufstieg vor und während des Kalten Krieges, den Bedeutungsverlust in den 1990er-Jahren sowie den erneuten Bedeutungsgewinn nach den Anschlägen vom 11. September. Die folgenden Kapitel beschäftigen sich mit der Rolle der US-amerikanischen Public Diplomacy bei der Prägung des Begriffs sowie mit ihrem Verhältnis zum Konzept der „Soft Power“ und des „Nation Branding“. In den Kapiteln sieben bis neun wird die Frage nach einem Bewertungssystem für Public Diplomacy gestellt sowie Wissen, Fähigkeiten und Charakterzüge der damit betrauten Personen untersucht. Das nächste Kapitel richtet mit Vorschlägen früher in der United States Information Agency (USIA) tätiger Offiziere den Blick in die Zukunft und schließt im elften Kapitel mit der Darstellung der Entwicklung von Public Diplomacy in den vergangenen Jahren.

The Future of U.S. Public Diplomacy. Von Kathy R. Fitzpatrick. Brill, Leiden, 2010. 307 Seiten.



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