Die Mega-Diplomatie

Parag Khanna

What? Wie wir fremde Sprachen übersetzen (Ausgabe II+III/2011)


Das vergangene Jahrzehnt – von den Terroranschlägen am 9. September 2001 bis zum Zusammenbruch der Weltfinanzmärkte – hat uns gezeigt, welche Gefahren mit einer starken internationalen Verflechtung verbunden sind und dass das Abwälzen von Führungsverantwortung in eine Katastrophe mündet. Manche befürchten heute, dass die Weltordnung plötzlich zusammenbrechen könnte, aber ist es nicht viel beängstigender zu erkennen, dass die gegenwärtige Ordnung schon seit Jahren in Auflösung begriffen ist? Einen solchen historischen Zeitpunkt hatte der Philosoph Karl Popper im Sinn, als er behauptete, dass wir nach der Zerschlagung der bestehenden Ordnung die Chance hätten, ein von Grund auf neues und funktionstüchtigeres System aufzubauen.


Wie schlimm ist die Lage? Nun, heute ist es so, dass die Mächte, die eigentlich den Frieden bewahren sollten, die meisten Waffen verkaufen, dass die Banken, die die Spartätigkeit der privaten Haushalte fördern sollten, viele Menschen zu einem Leben über ihre Verhältnisse ermuntern und dass Nahrungsmittellieferungen die Hungernden erst dann erreichen, wenn sie tot sind. Wir steuern immer schneller auf eine Katastrophe zu, hervorgerufen durch den rasant ansteigenden Energieverbrauch, das ungebremste Bevölkerungswachstum und eine globale Nahrungsmittel- und Wasserknappheit, und diese Katastrophe wird Arm und Reich in gleicher Weise treffen. Auf der ständig länger werdenden Liste von Krisen stehen mittlerweile die Instabilität der Finanzmärkte, HIV/AIDS, Terrorismus, gescheiterte Staaten und so weiter. Jede dieser Krisen kann andere verstärken und dadurch für einzelne Nationen und Regionen eine Abwärtsspirale in Gang setzen. In den kommenden 20 Jahren könnten wir Zeugen werden, wie kleinere bewaffnete Stellvertreterkonflikte zu einem großen Krieg zwischen Amerika und China eskalieren, weitere gefährdete Staaten scheitern, Konflikte über die Ausbeutung unterseeischer Erdöl- und Erdgasvorkommen ausbrechen, eine massive Auswanderungswelle von Hungerflüchtlingen aus Zentralafrika einsetzt und Pazifikinseln im Meer versinken. 


Henry Kissinger brachte es auf den Punkt: „Man konzipiert eine neue Weltordnung nicht für den Krisenfall. Vielmehr braucht man einen Krisenfall, um eine neue Weltordnung hervorzubringen.“ Endlich wird heute eine weltweite Debatte über die Neugestaltung der globalen Ordnungspolitik geführt. Aber die Zeit läuft uns davon. Die Globalisierung hat uns in ein chaotisches Zeitalter katapultiert, dessen Herausforderungen unsere führenden internationalen Mächte und Institutionen nur dem Anschein nach gewachsen sind. Die Amerikaner glauben, sie könnten die Weltordnung als Primus inter Pares im Zusammenwirken mit „mehreren gleichberechtigten Partnern“ gestalten, die Europäer wollen die Welt durch „Zivilmacht“ bändigen, die Chinesen versuchen die Welt aufzukaufen, die meisten anderen Staaten wollen einfach nur Anerkennung, ohne weitere Verantwortung zu übernehmen, und von den Vereinten Nationen ist kaum noch die Rede. Sie alle müssen den gegenwärtigen Ordnungsrahmen der internationalen Politik ernsthaft überdenken. 


Es steht außer Zweifel, dass die internationalen Beziehungen neu gestaltet werden müssen, um sie „sturmfest“ beziehungsweise „katastrophensicher“ zu machen – wir brauchen nämlich eine Ordnung, die nicht bloß auf Krisen reagiert, sondern diese vorausschauend verhütet. Gegenwärtig ist es jedoch so, dass die internationale Politik in einer Sackgasse steckt und sich die wichtigsten Akteure wechselseitig blockieren. Der Westen fordert Interventionen und Einhaltung der Menschenrechte, während der Osten nationale Souveränität und Nichteinmischung propagiert der Norden fürchtet sich vor Terrorismus und der Weiterverbreitung von Kernwaffen, während der Süden eine sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln und fairen Handel verlangt. Für die kapitalreichen Staaten sind die Aktienkurse von entscheidender Bedeutung, für die ressourcenreichen Länder sind die Rohstoffpreise entscheidend. Die Amerikaner misstrauen den chinesischen Staatsunternehmen, während die Chinesen den amerikanischen Behörden misstrauen. Ein neuer Konsens scheint in weiter Ferne zu liegen.
 Heute haben wir einen beständigen weltweiten kompromisslosen Wettstreit um Macht und Legitimität zwischen Regimen, Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen, religiösen Gruppierungen und Einzelpersonen mit hohem internationalen Machtpotenzial, die alle ihre eigenen Interessen verfolgen. Von ökonomischen Nationalisten über rohstoffhungrige Unternehmen bis zu religiösen Fundamentalisten – sie alle denken nur an sich. 


Ironischerweise hindern uns unsere Ambitionen oftmals daran, diese Tatsache zu erkennen. Weil Klima- und ökonomische Fragen grundsätzlich „systemischer” Natur sind – also weltweite Auswirkungen haben –, suchen wir nach großartigen Patentlösungen wie etwa „Amerika muss die Sache in die Hand nehmen“ oder „Stärkt die Vereinten Nationen“. Aber ebenso wenig wie eine Nation kann eine einzelne Institution die ganze Welt regieren. Einige Experten präsentieren Strategien, die die Weltordnung „reparieren“ sollen, aber ihre utopischen Projekte zur Gründung neuer internationaler Organisationen sind in theoretischer Hinsicht so uninspirierend wie in praktischer Hinsicht undurchführbar. Darüber hinaus gibt es zahllose Aufrufe, die Welt mithilfe irgendwelcher „Großer Pakte“ zu „retten“. Eine effektive globale Politikgestaltung erfordert freilich mehr als einmalige Lösungen.
 „Diplomatie“ lautet die bündige Antwort auf die Frage nach einer erfolgversprechenden Methode globaler Politikgestaltung – und die Verbesserung unserer globalen diplomatischen Instrumentarien ist der Schlüssel zu einer effektiveren globalen Politik. Wir übersehen oft, dass sich auch die Diplomatie durch den technologischen Fortschritt gewandelt hat. Vor über 200 Jahren meinte Thomas Jefferson: „Seit zwei Jahren haben wir nichts von unserem Gesandten in Spanien gehört wenn wir auch dieses Jahr nichts von ihm hören, sollten wir ihm einen Brief schreiben.“ Als Lord Palmerston in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Whitehall seine erste diplomatische Kabeldepesche empfing, verkündete er: „Dies ist das Ende der Diplomatie!“ In den 1970er-Jahren sagte der kanadische Premierminister Pierre Trudeau einmal, er könne sein gesamtes Außenministerium durch ein Abonnement der New York Times ersetzen, deren Korrespondenten vermutlich bessere Informationen lieferten als Botschaftstelegramme. Die heutigen Kommunikationstechnologien machen mit der Diplomatie das Gleiche, was sie mit den Printmedien getan haben: Sie zermürben sie und drohen, sie zu vernichten – während sie uns zugleich daran erinnern, wie wichtig die Medien und die Diplomatie sind. Denken Sie an WikiLeaks.


Technologischer Fortschritt, Kapitalismus und moralische Belange wie etwa Menschenrechte haben die Anzahl der Akteure auf der diplomatischen Bühne drastisch erhöht. Diplomatische Aktivitäten finden heute zwischen einer Vielzahl von Akteuren statt. Es gibt weltweit etwa 200 Staaten, die untereinander diplomatische Beziehungen unterhalten, fast 100.000 multinationale Unternehmen, die ständig mit Regierungen und miteinander verhandeln, und mindestens 50.000 transnationale Nichtregierungsorganisationen, die Beratung in Fragen des internationalen Rechts und internationaler Abkommen anbieten und in Konfliktregionen eingreifen, um Regimes und Menschen in Not zu helfen. All diese Akteure haben sich – durch Geld, Sachverstand oder Ansehen – so viel Autorität erworben, dass sie Einfluss besitzen. Der Cyberspace ist heute ein Tummelplatz der virtuellen Diplomatie: Schweden, Brasilien und andere Regierungen haben in der Welt von Second Life virtuelle Konsulate eröffnet, und der ehemalige US-Staatssekretär für Public Diplomacy (die kulturelle Kommunikation mit ausländischen Öffentlichkeiten), James Glassman, diskutierte dort mit ägyptischen Bloggern. Senator John Kerry hat sogar vorgeschlagen, die Position eines Cyberspace-Botschafters einzurichten. Heute, wo Google und die Forschungs- und Entwicklungsabteilung des US-Verteidigungsministeriums tragbare universelle Übersetzungsgeräte entwickelt haben, ist jeder ein Diplomat.


Traditionelle Modelle der Diplomatie helfen uns heute kein Stückchen weiter, denn sie sind völlig unzureichend. Alle großartigen globalen Pläne verkennen die Tatsache, dass Repräsentation – demokratische oder anderweitige – nicht genügt, um unser tief sitzendes Bedürfnis zu befriedigen, unsere Angelegenheiten in eigener Verantwortung zu regeln. Heute haben diejenigen, die über keine angemessenen Mitspracherechte verfügen oder völlig entrechtet sind, zum ersten Mal Zugang zu Information, Kommunikation, Geld und den Werkzeugen eines gewaltsamen Umsturzes, um echte Veränderungen zu fordern und zu erreichen, nicht bloß neue Variationen des Status quo. Sie werden einen fortwährenden Veränderungsdruck auf das System ausüben. Regierungen und die internationalen Organisationen, die den Kontakt zu den Menschen verloren haben, bekommen schon jetzt den Druck jener Gruppen zu spüren, die ihre Interessen selbst in die Hand nehmen: Gewerkschaften und Kokapflanzer in Lateinamerika, die arabische Unterschicht im Nahen Osten, die Paschtunen in Vorderindien, Maoisten und naxalitische Volksgruppen in Indien sowie Wanderarbeiter in China. Internationale Bürokraten sollten mit nichts Geringerem rechnen als einer technologiebasierten Revolte gegen ihre Pläne – vielleicht werden sie aber auch einfach ignoriert werden. 


Wir stehen am Anfang einer neuen Ära, in der jedes Individuum und jedes Kollektiv in der Lage sein wird, seine eigenen Ziele zu verfolgen. Die Revolution in der Informationstechnologie befähigt Menschen zu eigenmächtigem Handeln, und dies wird uns in eine Welt wechselseitiger Beziehungen zwischen zahllosen Gemeinschaften unterschiedlicher Größe führen. Die kommende Epoche wird uns gewissermaßen dazu zwingen, den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik anzuerkennen: die Unvermeidlichkeit universeller Entropie. Unordnung beziehungsweise Komplexität ist das, was dauerhaft unseren Alltag bestimmt. In Zukunft wird es keine exklusiven, sondern multiple Souveränitäten geben. 
 Wir müssen diese stärker vernetzte Ordnung aktiv herbeiführen. „Aktiv“ bedeutet, dass wir nicht abwarten sollten, bis Amerika mehr Führungsstärke zeigt, China in seine globale Führungsrolle hineingewachsen ist oder noch mehr hochrangige Kommissionen zur Reform der Vereinten Nationen eingesetzt worden sind. In ihren eigenen Tätigkeitsfeldern sollten sich Regierungen auf interne Stabilität konzentrieren und die Versorgung ihrer Bürger mit Grundgütern gewährleisten Nichtregierungsorganisationen sollten sich dafür einsetzen, die politischen Mitwirkungsrechte lokaler Gemeinschaften zu stärken Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter und Lieferketten betrachten, als wären sie ihre Bürger und ihre Infrastruktur und religiöse Gruppen sollten sich an die Goldene Regel – behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst – halten, wenn sie als legitim anerkannt werden wollen. Außerdem sollten all diese Akteure zulassen, dass sich spontan Allianzen bilden, die die anstehenden Probleme lösen. Wir können den grenzenlosen menschlichen Erfindungsreichtum so sehr bewundern, wie wir wollen. Um sein Potenzial auszuschöpfen, brauchen wir eine bessere Diplomatie. Wenn Sie es sich leisten können, dieses Magazin zu kaufen, oder über die Technologie verfügen, um es zu bestellen, haben Sie keine Entschuldigung, keinen Beitrag zu der neuen Mega-Diplomatie zu leisten.


Es ist leichter, über die „BRIC“-Staaten zu diskutieren, als Vorhersagen über die Zukunft der globalen Politikgestaltung zu machen. Diese basiert auf einer Vielzahl unterschiedlichster Bewegungen, politischer Absprachen, Netzwerke, „weicher“ Gesetze und anderer Systeme auf lokaler, regionaler und globaler Ebene. Manche Experten bezweifeln, dass eine Welt miteinander verbundener, aber sich selbst verwaltender Gemeinschaften unterschiedlicher Größe – und vieler weiterer, die sich gänzlich über räumliche Beschränkungen hinwegsetzen – mehr sein könne als die Summe ihrer Teile. Aber wir müssen keine Skeptiker sein, um die Diplomatie und ihr Instrumentarium einer kritischen Würdigung zu unterziehen. Betrachten wir nur, wie zentrale Mechanismen nicht mehr als Katalysatoren des menschlichen Fortschritts fungieren und die Menschheit trotzdem Fortschritte macht: Obwohl die WTO in einer Sackgasse steckt, wird der Welthandel von Akteuren an der Spitze und am Fuß der weltwirtschaftlichen Nahrungspyramide weitergeführt der Kopenhagen Prozess hat für das Klima nichts erreicht, aber die Hersteller umweltfreundlicher Technologien preschen unerschrocken mit Innovationen voran der UN-Sicherheitsrat wird vielleicht nie reformiert werden, aber regionale Organisationen nutzen ihren Spielraum. Jedes dieser lokalen Experimente ist aussichtsreicher als banale globale Organigramme. Die Einhaltung schwacher Abkommen ist kein Maß für unseren kollektiven Fortschritt vielmehr ist es die zunehmende Mitwirkung an den Maßnahmen, die globale Solidarität erzeugen.
 Sollte dereinst ein neuer globaler Gesellschaftsvertrag zustandekommen, so wird er sich der Tatsache verdanken, dass die Gemeinschaften der Welt – Staaten, Unternehmen oder Konfessionen – Wissen austauschen oder kooperieren, aber auch lernen, die Macht und die Wertvorstellungen der anderen zu respektieren. In dem Maße, wie sie die Mega-Diplomatie praktizieren, bündeln sie wechselseitig ihre Ressourcen und ziehen sich gegenseitig zur Rechenschaft. In einer Welt, in der jeder Akteur der Weltpolitik eine Rolle hat, ist Pragmatismus das einzige Prinzip, das eine zuverlässige Richtschnur für uns sein kann: aus der Erfahrung lernen und ihre Lehren umsetzen. „Dotgov-“, „Dotcom-“ und „Dotorg-Welten“ nähern sich diesem Pragmatismus immer weiter an. Woran werden wir ablesen können, ob wir erfolgreich gewesen sind? An der Zahl der Menschenleben, die gerettet wurden, der Zahl der Menschen, denen es besser geht, den abgewendeten Krisen und den Netzwerken, die aufgebaut wurden. Diese vernetzte Welt muss keine tribalistische sein. Netze wechselseitiger Abhängigkeit zwischen vielfältigen Enklaven sind die logische Erweiterung der Globalisierung, kein Bruch damit. Verknüpfungen auf lokaler Ebene sind noch immer global.


Eine hybride, diffuse, öffentlich-private Welt ist nicht fehlerlos, und sie ist mit Sicherheit weit komplexer als unsere bestehende Ordnung – trotzdem ist sie eine Verbesserung und kein Schritt zurück. Wenn die unterschiedlichen Gruppen, die die Welt bevölkern, spüren, dass sie in weltpolitischen Fragen ein direktes oder indirektes Mitspracherecht haben, wird die nächste Phase der Diplomatie besser sein als die letzte. Es heißt, ein Pessimist sehe in jeder Chance eine Schwierigkeit und ein Optimist sehe in jeder Schwierigkeit eine Chance. Winston Churchill war Pragmatiker und sagte: „Ich bin Optimist – alles- andere scheint mir nicht besonders zweckmäßig zu sein.”

Aus dem Amerikanischen von Thorsten Schmidt



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