Die meistverkauften Bücher des Jahres 2010 in Indien

Akshay Pathak

What? Wie wir fremde Sprachen übersetzen (Ausgabe II+III/2011)


1 2 States: The Story of my Marriage von Chetan Bhagat: 32.653 verkaufte Exemplare

2 The Immortals of Meluha von Amish Tripathi: 9.921 verkaufte Exemplare

3 The Difficulty of Being Good: On The Subtle Art of Dharma: von Gurcharan Das: 7.845 verkaufte Exemplare

4 The White Tiger von Aravind Adiga: 7.060 verkaufte Exemplare

5 Dork: The Incredible Adventures of Robin „Einstein“ Varghese von Sidin Vadukut: 6.335 verkaufte Exemplare

6 Five-Point-Someone von Chetan Bhagat. 4.931 verkaufte Exemplare

7 After The Darkness von Sidney Sheldon und Tilly Bagshawe: 3.767 verkaufte Exemplare

8 Makers of Modern India von Ramachandra Guha: 1.800 verkaufte Exemplare

9 Solo von Rana Dasgupta: 390 verkaufte Exemplare

10 The Palace of Illusions von Chitra Banerjee Divakaruni: 215 verkaufte Exemplare

1 Verbotene Liebe
Man kann ihn lieben, kritisieren oder hassen – aber nicht ignorieren. Der Schriftsteller Chetan Bhagat ist der Liebling der Massen und hat eine ganze Generation Jugendlicher ans Lesen herangeführt. Sein dritter Roman „2 States: The Story of my Marriage“ erzählt die Liebesgeschichte eines Jungen aus dem Bundesstaat Punjab, im Nordosten an der Grenze zu Pakistan gelegen, und eines tamilischen Mädchens aus Südindien. Beide wollen heiraten – doch zuerst müssen sie ihre Eltern überzeugen. Kritiker warfen „2 States“ vor, nicht besonders literarisch zu sein. Dem Sog dieses Romans kann man sich trotzdem kaum entziehen. Chetan Bhagats Erzählung darüber, wie die Liebe regionale Kultur- und Sprachgrenzen überwindet, ist wie alle Bücher in dieser Top-Ten-Liste auf Englisch geschrieben worden. Bücher, die in Panjabi, Tamil, Hindi oder einer der über hundert anderen gebräuchlichen Regionalsprachen verfasst sind, werden nicht zu Bestsellern.

8 Indische Helden
Ramachandra Guha hat sich als Historiker eine Sonderstellung in Indien erstritten. Bereits sein Welterfolg „India After Gandhi“ zeichnete sich durch einen für populärwissenschaftliche Bücher untypischen Stil aus: An der Grenze zum Akademischen findet Guha eine Sprache, die beim Leser Anklang findet, aber frei von Polemik ist. In seinem aktuellen Buch porträtiert er nun 19 Männer und Frauen, die das heutige Indien geprägt haben. Darunter sind Stars wie Mahatma Gandhi, aber auch zu Unrecht Vergessene wie Tarabai Shinde, die schon im 19. Jahrhundert für Frauenrechte kämpfte. Ramachandra Guha selbst gehört der in Indien noch immer seltenen Spezies der Intellektuellen an, die sich in die öffentlichen Debatten einmischen.

9 Solo in Bulgarien
Der junge Schriftsteller Rana Dasgupta ist ein gebürtiger Inder, der in England aufgewachsen ist und in Frankreich und den USA gelebt hat. In „Solo“ gelingt es ihm, seine Leser für Themen einzunehmen, die von ihren eigenen Leben weit entfernt sind. Denn die Geschichte dieses Buches spielt in Bulgarien, einem Land, das die meisten Inder nur mit Schwierigkeiten auf der Weltkarte finden würden. Hinzu kommt, dass der Romanheld ein hundertjähriger Greis ist. Doch die surrealen Träume, Erinnerungen und Zukunftsvisionen des alten Mannes sind ergreifend geschildert. „Solo“ ist ein für den indischen Buchmarkt völlig untypischer Roman, der 2010 mit dem „Commonwealth Writers Prize“ geehrt worden ist.

Quelle: India Today, Erhebung der Verkaufszahlen von 15 Buchläden in sechs indischen Bundesstaaten, von Januar bis Oktober 2010



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