arte

von Gudrun Czekalla

Treffen sich zwei. Westen und Islam (Ausgabe II/2009)


Wie kein anderer Sender ist arte durch die Begriffe ,Europa’ und ,Kultur’ geprägt. Eine Analyse des Senders bietet sich daher an, um Fragen nach einem europä­ischens Fernsehen nachzugehen. Liane Rothenberger beschreibt ihn als „Meilenstein“ auf dem Weg zu einem zusammenwachsenden Europa. Sie untersucht, wie sich das Programm in den inzwischen acht Reformen seit der Gründung von arte gewandelt hat. Daneben beschreibt sie das mediale Umfeld und Konkurrenzunternehmen wie 3sat sie geht auf Unterschiede in den Mediensystemen und in der Herstellung von Sendungen in Frankreich und Deutschland ein. Auch analysiert sie den Aufbau des Programmschemas, arbeitet die Motive für Absetzung und Neuaufnahme von Sendungen heraus und zeigt, wie sich Themenanteile und Darstellungsformen verändert haben. Am Beispiel des Magazins „Metropolis“ wird die unterschiedliche Machart von deutschen und französischen Beiträgen sichtbar. Die Autorin weist eine immer stärkere Formalisierung nach, die den Wiedererkennungseffekt der Sendungen erhöht. Außerdem sei arte zunehmend offen für Neues, etwa für DokuSoaps, um dem Etikett des elitären Senders entgegenzuwirken.

Von elitär zu populär? Die Programm­entwicklung im deutsch-französischen Kulturkanal arte. Von Liane Rothenberger. UVK-Verlagsgesellschaft, Konstanz, 2008. 469 Seiten.



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