Soft Power

von Gudrun Czekalla

Treffen sich zwei. Westen und Islam (Ausgabe II/2009)


Die Faszination, die Joseph Nye mit seinem Konzept der „Soft Power“ Ende der 1980er-Jahre auslöste, findet offenbar keine Entsprechung in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema. Aus diesem Grund haben die Herausgeber in zwei Workshops 2005 und 2006 Forscher und Praktiker zusammengebracht, um Stärken, aber auch Grenzen von Nyes Konzept am Beispiel der Vereinigten Staaten, Japans und ihrer Beziehungen zueinander herauszuarbeiten. Forschungsdesiderate lassen sich vor allem im Verhältnis von „Hard Power“ und „Soft Power“, der Rolle von Nichtregierungsorganisationen und der Fokussierung auf die USA ausmachen. Vor diesem Hintergrund untersuchen die Autoren in ihren Beiträgen ein breites Spektrum, das vom Antiamerikanismus in Japan, über Japans Imageprobleme in der Welt, Rolle der Hochschulbildung in beiden Staaten und Bedeutung des Hochschulaustauschs zwischen ihnen reicht. Die zunehmende Bedeutung der „Soft Power“ von Nichtregierungsorganisationen und die offizielle „Public Diplomacy“ Amerikas in Japan sowie Japans in Amerika sind weitere Themen der Aufsatzsammlung.

Soft Power Superpowers. Cultural and National Assets of Japan and the United States. Hrsg. von Watanabe Yasushi und David L. McConnell. Sharpe, Armonk/N.Y., 2008. 296 Seiten. 
 



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