Phönix aus der Asche

Treffen sich zwei. Westen und Islam (Ausgabe II/2009)



Die Geschichte einer Nation macht ihre Identität aus. Als 2003 vor den Augen der US-Truppen das irakische Nationalmuseum geplündert wurde, verglichen Archäologen die Katastrophe mit dem Niederbrennen der Bibliothek von Alexandria. [...] Die Wiedereröffnung ist nicht nur ein Meilenstein auf dem irakischen Weg zu mehr Sicherheit. Sie gibt der Nation ihr geraubtes Erbe und ihren Stolz zurück. 
THE TIMES (London) vom 24.02.2009 
 
An die 8.500 Gegenstände sind weltweit geborgen worden. Nach US-Ermittlern unterstützten Gewinne aus dem Verkauf der unersetzlichen Relikte al-Qaida im Irak sowie zahlreiche andere Milizen. Das irakische Kulturministerium ist entschlossen auch jene 7.000 Stücke zurückzuerlangen, die noch in privaten Händen und Museen verborgen sind.
THE BLADE (Toledo, USA) vom 02.03.2009 
 
Die Einweihungsfeier war ein Medienereignis mit VIPs auf rotem Teppich, direkt am Morgen nach der Verleihung der Oscars in Hollywood, doch mit einer typischen Bagdad-Note: strengen Sicherheitsvorkehrungen und Scharfschützen auf den Dächern. 
ARAB NEWS (Dschidda) vom 24.02.2009
 
Doch das Museum ist nur eine Institution an diesem Ort, an dem sechs Jahre nach dem Beginn des Krieges, der Saddam Hussein stürzte, nur sehr wenig – nicht einmal Elektrizität oder Kanalisation – so funktioniert, wie es sollte. Das Museum, wie auch das Leben hier, mögen sicherer sein als zu irgendeinem Zeitpunkt seither, aber normal ist die Lage noch nicht.
Steven Lee Myers in NEW YORK TIMES vom 24.02.2009
 



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