Euro-islamischer Dialog

von Gudrun Czekalla

Heiße Zeiten. Wie uns das Klima verändert (Ausgabe II/2008)


Midad – zu Deutsch „unermesslicher Raum“, „Weite“, aber auch „Tinte“ und „literarischer Stil“ – ist ein deutsch-arabisches Literaturforum, in dessen Rahmen die Goethe-Institute im Nahen Osten und in Nordafrika und die deutschen Literaturhäuser ein Schriftstellerprojekt initiiert haben. Anlässlich der Frankfurter Buchmesse, die 2004 die Staaten der Arabischen Liga zu Gast hatte, hielten sich sechs junge deutsche Schriftsteller für vier Wochen in den Goethe-Instituten in Amman, Beirut, Damaskus, Kairo, Rabat und Ramallah auf. Zeitgleich besuchten sechs junge arabische Schriftsteller die Literaturhäuser in Berlin, Hamburg, Köln, München, Frankfurt und Stuttgart. Die Eindrücke, die die jungen Schriftsteller auf ihren Reisen gewonnen haben, schilderten sie in einem Internettagebuch, das täglich aktualisiert und zeitnah übersetzt wurde. So entstanden Reiseberichte, poetische Texte und Anekdoten, die einen Einblick in die Wahrnehmung der anderen Kultur geben. Gleichzeitig spiegelt sich in den Texten der „west-östliche Seiltanz“ wieder, auf den sich die Schriftsteller in diesem Projekt eingelassen haben. Der Herausgeber Johannes Ebert war von 2002 bis 2007 Leiter des Goethe-Instituts Kairo und Regionalleiter für Nahost und Nordafrika.

Das deutsch-arabische Stadtschreiberprojekt Midad. Hrsg. von Johannes Ebert. Palmyra-Verlag, Heidelberg, 2007. 318 Seiten.



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