Sprachenpolitik

von Gudrun Czekalla

Heiße Zeiten. Wie uns das Klima verändert (Ausgabe II/2008)


Wo im europäischen Kongress- und Konferenzgeschehen wird Deutsch als Konferenzsprache angeboten? Gibt es eine Nachfrage? Welche Faktoren beeinflussen Angebot und Nachfrage und damit die Stellung der deutschen Sprache in Europa? Der Autor, der selbst als Konferenzdolmetscher in der Europäischen Union tätig war, hat in seiner umfangreichen Studie Dolmetscher und Kunden befragt. Das Untersuchungsfeld stellen die Organisationen der Europäischen Union einschließlich der dort ansässigen Institutionen wie Patentamt, Europarat, OSZE und WEU, die internationalen Verbände, Vereine und Gewerkschaften, die nationalen Ministerien, Verwaltungsbehörden, Verfassungsorgane, Organisationen, Vereine und Verbände in den Mitgliedstaaten sowie Bildungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen dar. Der temporäre Rahmen der Arbeit ist die Zeit vor der Osterweiterung der Europäischen Union in den Jahren 1993 bis 2003. Materialreich belegt die Studie die bedeutende Stellung der deutschen Sprache im europäischen Konferenzgeschehen. Damit dies so bleibt, sei es unabdingbar, so lautet das Fazit des Autors, dass die Vertreter der deutschen Sprache sich dieser auf Konferenzen bedienen und sich die Sprachenpolitik der Europäischen Union nicht substanziell umorientiert.

Deutsch als Konferenzsprache in der Europäischen Union. Von Jacquy Neff. Eine dolmetschwissenschaftliche Untersuchung. Verlag Dr. Kova, Hamburg, 2007. 689 Seiten.



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