Medienpolitik

von Gudrun Czekalla

Heiße Zeiten. Wie uns das Klima verändert (Ausgabe II/2008)


Europa ist in erster Linie ein Kommunikationsraum, in den der Fernsehsender Arte integriert ist und für den es sein Programm gestaltet, so die Ausgangsthese der vorliegenden Studie. Die Autorin beleuchtet die Entstehungsgeschichte des Senders aus deutscher, französischer und europäischer Sicht. Sie geht dabei auf die Richtlinie „Fernsehen ohne Grenzen“ von 1989 und die Lehren aus den Arte-Vorläufern Eurikon und Europa-TV ein und beschreibt die unterschiedlichen Strategien und Voraussetzungen für Kultursender in Deutschland. In einem zweiten Schritt untersucht sie die politischen, rechtlichen, wirtschaftlichen, technischen und kulturellen Bedingungen, die in Deutschland, Frankreich und Europa den Kommunikationsraum bestimmen, in dem Arte agiert. Emily Mühlfeld weist nach, wie Arte die europäische Integration durch sein spezifisches Programmprofil und den „regard croisé“, die Darstellung von Themen aus der Sicht des Nachbarlandes, fördert. Problematischer als die unterschiedlichen Sprachen in Deutschland und Frank-
reich scheinen ihr die abweichenden Sehgewohnheiten des Publikums und die zeitversetzte Primetime in beiden Ländern zu sein, sodass sie folgerichtig das Überdenken bestehender Strukturen für die Zukunft fordert.

Integration durch Kultur. Wie der Kulturkanal Arte seine Zuschauer zu Europäern macht. Von Emily Mühlfeld. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken, 2007. 133 Seiten.



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