Baburs Garten in Kabul

Heiße Zeiten. Wie uns das Klima verändert (Ausgabe II/2008)


Babur, der zu Beginn des 16. Jahrhunderts das Mogulreich gründete, hatte Kabul zu seiner Lieblingsstadt erkoren. Hier wünschte er sich in dem ersten von ihm entworfenen Garten seine letzte Ruhe. Sein Leichnam wurde von Agra nach Kabul überführt. Jahrhundertelang war Baburs prächtiger Garten ein beliebter Picknick- und Ausflugsplatz. Von 1992 bis 1996 wurde er durch Minen und Granaten machthungriger Stammesfürsten in ein Trümmerfeld verwandelt.

Heute stellt er sich uns wieder als Symbol idyllischer Tage dar, renoviert von der Aga-Khan-Stiftung mit Unterstützung des Deutschen Archäologischen Instituts. So konnte er zu neuem Leben erwachen: In seinen blühenden Apfelhainen und Rosengärten plätschern Brunnen. Familien, vereinzelt auch Pärchen ruhen auf den Rasenterrassen. Hier hat eine neue Zeit begonnen. Die Verliebten verteidigen ihre Plätze.



Ähnliche Artikel

Zweifeln ist menschlich. Aufklärung im 21. Jahrhundert (Bücher)

Nach 9/11

von Hamed Abdel-Samad

Kriege, Revolutionen, Alltag: Kate Brooks ist in den vergangenen zehn Jahren durch die islamische Welt gereist. Ihr Bildband erzählt vor allem von Menschen, die in ihrem Schicksal verwurzelt sind

mehr


What? Wie wir fremde Sprachen übersetzen (Praxis)

„Frauenfragen sind Menschenrechte“

Monika Hauser

Entwicklungshilfe und Frauenrechte

mehr


Heiße Zeiten. Wie uns das Klima verändert (Thema: Erderwärmung)

Klimakriege

von Christian Parenti

Kongo, Afghanistan, Indien: Viele Staaten werden durch den Klimawandel instabil

mehr


Was vom Krieg übrig bleibt (Thema: Krieg)

Gekaufte Frauen

von Christian Parenti

Seit dem Sturz der Taliban wird um den Körper der afghanischen Frau ein Kampf geführt

mehr


Was vom Krieg übrig bleibt (Thema: Krieg)

„Vielleicht sterbe ich“

ein Gespräch mit Shinkai Zahine Karokhail

Im Januar 2005 verabschiedete die Loja Dschirga in Afghanistan eine neue Verfassung. Darin ist eine Frauenquote von 25 Prozent verankert. Was das für Frauen bedeutet, erklärt die Parlamentarierin

mehr


Für Mutige. 18 Dinge, die die Welt verändern (Bücher)

„Die Kinder rekonstruieren die Verletzungen“

ein Interview Roger Willemsen

Roger Willemsen berichet in seinem neuen Buch von der Lebenssituation afghanischer Kinder

mehr