Bilaterale Kulturbeziehungen

Miriam Weber

Unterwegs. Wie wir reisen (Ausgabe II/2007)


Das ehemals vorbildliche deutsch-amerikanische Verhältnis muss wieder verbessert werden. Knappere öffentliche Gelder, Reisebeschränkungen, verschärfte Sicherheitsmaßnahmen und ein bisweilen negatives Meinungsbild über die Politik der USA und über Deutschland in den USA haben ebenfalls Folgen für das transatlantische Verhältnis. Der anlässlich der Auseinandersetzungen um den Irakkrieg deutlich gewordene Dissens geht offensichtlich tiefer als gedacht. Beide Staaten stehen vor neuen Herausforderungen innenpolitisches Engagement und internationale Verantwortung müssen neu definiert werden. In dieser Phase sollten auch die im transatlantischen Austausch engagierten Institutionen prüfen, ob ihre Programme angesichts der veränderten Lage zeitgemäß sind oder welche Neuorientierungen sich anbieten. Anhand von Themen wie Bildung und Wissenschaft, Begegnungsforen, Kulturvermittlung oder gesellschaftlicher Dialog gibt die Studie von Nicole Renvert einen Überblick über Akteure, Inhalte und Methoden des deutsch-amerikanischen Kulturaustauschs. Jedes Kapitel schließt mit Handlungsempfehlungen. Von den bisher elf bilateralen Studien des ifa zum Stand der Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und einzelnen Ländern ist dies die brisanteste.

Werte und Interessen im Wandel.Die deutsch-amerikanischen Kulturbeziehungen. Nicole Renvert. Stuttgart: ifa, 2006. 110 Seiten.



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