Eine literarische und visuelle Reise

eine Bildergalerie von Elisabeth Moch

Eine Geschichte geht um die Welt (Ausgabe III/2020)

  • „Die Stadt war leer“, so lautet der erste Satz der Geschichte, die einmal um die Welt reist

    „Die Stadt war leer“, so lautet der erste Satz der Geschichte, die einmal um die Welt reist

  • Erstes Kapitel, geschrieben von Serhij Zhadan (Ukraine)

    Erstes Kapitel, geschrieben von Serhij Zhadan (Ukraine)

  • Zweites Kapitel, geschrieben von Mathias Énard (Frankreich)

    Zweites Kapitel, geschrieben von Mathias Énard (Frankreich)

  • Drittes Kapitel, von Tope Folarin (USA)

    Drittes Kapitel, von Tope Folarin (USA)

  • Viertes Kapitel, von Glenn Diaz (Philippinen)

    Viertes Kapitel, von Glenn Diaz (Philippinen)

  • Fünftes Kapitel, von Patricia Grace (Neuseeland)

    Fünftes Kapitel, von Patricia Grace (Neuseeland)

  • Sechstes Kapitel, von Yvonne Owuor (Kenia)

    Sechstes Kapitel, von Yvonne Owuor (Kenia)

  • Siebtes Kapitel, von Claudia Piñeiro (Argentinien)

    Siebtes Kapitel, von Claudia Piñeiro (Argentinien)

  • Achtes Kapitel, von Ben Okri (England/ Nigeria)

    Achtes Kapitel, von Ben Okri (England/ Nigeria)


Frau Moch, Sie haben die literarische Reise um die Welt als Illustratorin begleitet. Wie war das für Sie? 

Ich kannte dieses Prinzip einer Kettengeschichte noch nicht, aber finde es richtig cool. Ich war live dabei, wie sich die Geschichte nach und nach entwickelt hat, und wusste genauso wenig wie die einzelnen Autorinnen und Autoren, was als Nächstes kommt. Das hat in diese komische Corona-Zeit gepasst, in der auch niemand wusste, wohin die Reise geht.

Hat sich Ihre Arbeitsweise durch die Corona-Krise verändert?

Ja, sehr. Ich habe zwei kleine Kinder, darum war vom ersten Tag des Lockdowns an alles anders. Ich konnte manchmal nur nachts arbeiten. Da musste eine kreative Lösung her. Wir haben uns mit einer anderen Familie zusammengetan und gemeinsam als Kommune auf Zeit zusammengelebt: vier selbstständig arbeitende Eltern, vier kleine Kinder, geteilte Kinderbetreuung und Coworking.

Viele Ihrer Bilder zeigen die Natur, während Menschen nur als bedrohliche dunkle Schemen dargestellt sind.

Ich selbst habe Naturfluchten in den vergangenen Wochen als heilsam erlebt. Einfach mal einen Baum angucken, das gibt Halt. Und auch die Protagonistin Elsa flüchtet sich in Zeiten der Unsicherheit in den Wald. Das ist ein starkes Motiv. Menschen wollte ich eigentlich nicht zeichnen, weil ich es immer spannender finde, die Gesichter der Protagonisten offen zu lassen. Aber im Kapitel von Tope
Folarin über die Proteste wollte ich Menschen zeigen, nicht einzeln, sondern als wütende Masse (viertes Bild in der Galerie oben).

Haben Sie eine Lieblingsillustration?

Ja, das Bild mit der Hütte: Raus aus der Stadt, rein in die Natur. Wie sich das Haus vor der Protagonistin Elsa auftut, unheimlich, aber ihr eben auch sehr vertraut, das finde ich in der Geschichte und auch als Bild spannend.

Das Interview führte Gundula Haage



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