Kibbuz für Flüchtlinge

Weniger ist mehr. Über das Wachstum und seine Grenzen (Ausgabe I/2011)


„Man darf nicht einfach wegschauen“, fand der Student Mansor Ashkar, als Israel vor drei Jahren den ersten nichtjüdischen Flüchtlingsstrom erlebte. Verfolgte aus der sudanesischen Krisenregion Darfur retteten sich über die ägyptische Grenze ins Land. Ashkar, ein gläubiger Christ mit arabischen Wurzeln, animierte andere Studenten und Mitglieder seiner Gemeinde, den schutzlos im Freien campierenden Familien Essen und Decken zu bringen und die Kinder auf Ausflüge an den Strand oder ins Aquarium mitzunehmen. Die staatliche israelische Hilfsorganisation ASSAF wurde auf die Gruppe aufmerksam und gründete Ende 2007 mit Ashkar und seinen Freunden den Flüchtlingskibbuz „Eilot“ für über 200 Sudanesen. Bis sie irgendwann in ihre Heimat zurückkehren können, werden die Flüchtlinge dort versorgt – und lernen Hebräisch.



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