... in Brasilien

von Rejane Pirozzi

Une Grande Nation (Ausgabe IV/2017)


Die meisten Menschen, die hier Land kaufen, fällen zuerst alle Bäume und lassen den Boden ebnen. Der Mangowald leidet sehr darunter. Ich habe deshalb genau das Gegenteil getan: Mir war es wichtig, dass die Natur und mein Heim eine Einheit bilden. Das Haus besteht nur aus einem einzigen Raum und einer großen Terrasse. Die Küche befindet sich draußen und die Äste der Bäume reichen direkt bis ans Dach heran.

Vom Bett aus kann ich durch eine Glasfront direkt in den Wald gucken. Ich habe versucht, so wenig wie möglich in die Natur einzugreifen, Gott ist mein Gärtner. Kleine Krebse säubern meinen Garten von Insekten und morgens zum Frühstück schauen Affen vorbei, denen ich immer ein paar Bananen abgebe. Das Einzige, was man hört, ist das Singen der Vögel und das Quaken der Frösche. Wie lange mein Heim noch so unberührt bleibt, weiß ich nicht. Erst vor Kurzem hat jemand nebenan Land gekauft dabei versehentlich auch einen Teil meines Grundstücks gerodet.



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