Gemeinschaft geht durch den Magen

von Falefatu Tamotu

Das ärmste Land, das reichste Land (Ausgabe III+IV/2018)


Während das Holz verbrennt und die Steine erhitzt, schlachten die Männer der Familie ein Schwein, die Frauen schälen derweil Bananen und Taro-Wurzeln. Sobald das Holz verbrannt ist, wird alles auf die heißen Steine geschichtet. Obenauf kommt eine dichte Schicht Bananenblätter, damit die Hitze nicht entweichen kann. Es bringt Pech, wenn man den Umu zu früh öffnet und das Schwein noch nicht gar ist. Darum gehen wir zunächst in die Kirche. Erst nach vier Stunden werden die Bananenblätter gelüftet. Dazu laden wir Nachbarn und Freunde ein und essen alle gemeinsam.



Ähnliche Artikel

Iraner erzählen von Iran (Thema: Iran)

Die schönsten Perser der Welt

von Fateme Maroufi

Seit Jahrhunderten sind iranische Teppiche für ihre aufwendigen Motive und ihre hohe Qualität bekannt. Auch heute kann man Teppichkunst an iranischen Universitäten studieren 

mehr


Das neue Italien (Thema: Italien )

Pizza, Pasta, Pesto

ein Interview mit Rosanna Marziale

Italiens Küche ist weltberühmt. Ein Gespäch mit der Sterneköchin über Küchenklassiker

mehr


Kauf ich. Ein Heft über Konsum (Thema: Konsum)

„Die Menschen fangen an, zu teilen“

ein Gespräch mit Adriana Freire

Der Portugiesin Adriana Freire ging das Geld aus. Deshalb gründete sie eine Nachbarschaftsküche

mehr


Brasilien: alles drin (Was anderswo ganz anders ist)

Nicht ohne meinen Zahnstocher

von Johanna Wild

Über ruandische Essenskultur

mehr


Une Grande Nation (Kulturort)

Die Felsenkirchen von Lalibela

von Abebe Tesfaw

Von in den Stein gehauenen Gotteshäusern, die ein „Neues Jerusalem“ in Äthiopien begründen sollten

mehr


Oben (Theorie)

Heimisch und rein

von Nikolina Skenderija-Bohnet

Nur wenige Dinge prägen unser Verständnis von Identität und Zugehörigkeit so sehr wie das Essen. Welche Gerichte wählen wir aus, welche meiden wir – und warum?

mehr