Arm in Katar, reich in der Zentralafrikanischen Republik: Der 350-Euro-Hungerlohn

von Vani Saraswathi

Das ärmste Land, das reichste Land (Ausgabe III+IV/2018)


Der gelernte Maler kommt ursprünglich aus Nepal. Von seiner Emigration in den Golfstaat versprach er sich ein gutes Leben und ein geregeltes Einkommen. Doch die Realität hat ihn längst eingeholt. So wie viele andere Migranten verdient Gautham in Doha einen Hungerlohn: je nach Auftragslage zwischen 150 und 350 Euro pro Monat. In einem Land, in dem man selbst mit einem Gehalt von 3.000 Euro nur zur unteren Mittelschicht gehört, reicht das nicht zum Leben. Und auch die Arbeitsbedingungen sind schlecht. »Wenn ich einen Auftrag für katarische Kunden erledige, dann darf ich oft weder eine Toiletten- noch eine Essenspause machen«, erzählt Gautham. So wie viele andere Handwerker arbeitet er ohne feste Arbeitszeiten. Nur freitags hat er frei. 

Aus dem Englischen von Kai Schnier



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