... im Iran

von Max Menges

Rausch (Ausgabe I/2017)


Größere Städte, wie man sie im iranischen Inland oder an der Küste des Persischen Golfs findet, sucht man hier vergeblich. Genau wie die wenigen durch die Provinz verstreuten Dörfer ist auch das Haus nur mit einem geländetauglichen Jeep zu erreichen, der die Fahrt über die steinigen Bergserpentinen bewältigen kann. Fast alle Möbel im Inneren des Hauses hat der Besitzer Armin selbst gefertigt. Er kommt oft mit seiner Freundin Setareh und anderen Bekannten aus Teheran hierher, um dem iranischen Alltag zu entkommen. Vom repressiven Apparat des Regimes ist hoch oben in den Bergen nichts zu spüren. Auf ihren Wanderungen trägt Setareh hier nicht einmal einen Hijab. Nachts schlafen alle auf dünnen Matratzen auf dem Boden, geheizt wird der komplette Wohn- und Essbereich von einem großen Kamin. Morgens, wenn die Wolken langsam an den Steilhängen hochkriechen, ist das Haus zuweilen komplett von einem Nebelschleier eingehüllt.



Ähnliche Artikel

Unterwegs. Wie wir reisen (Was anderswo ganz anders ist)

Was die Zahl 7 im Iran bedeutet

von Ramin Shaghaghi

Die Sieben symbolisierte in vorislamischer Zeit (bis etwa zur Mitte des 7. Jahrhunderts) die Vollkommenheit

mehr


Ich und alle anderen (Thema: Gemeinschaft)

„Man muss Risiken eingehen, um sich zu verwirklichen“

ein Interview mit Anoosh Raki, Arash Shadram

Techno im Gottesstaat – für zwei iranische DJs kollidierten persönliche Träume mit Tradition und Gesetz

mehr


Schuld (Bücher)

Einmal rund ums Meer

von Jens Mühling

Der russische Schriftsteller Wassili Golowanow reist durch den kaspischen Raum

mehr


Am Mittelmeer. Menschen auf neuen Wegen (Ein Haus ...)

... in den USA

von Stephanie Kirchner

Voller Durchblick

mehr


Ich und alle anderen (Ein Haus ...)

... in Australien

von John Macarthur

In Brisbane, der Hauptstadt des australischen Bundesstaats Queensland, steht das Queensland-Haus, eine auf Pfählen gebaute leichte Holzkonstruktion 

mehr


Was bleibt? (Bücher)

Künstler auf Koks

Carmen Eller

In seinem Roman „Die goldenen Jahre“ erzählt der verstorbene iranisch-amerikanische Musiker Ali Eskandarian von einem Leben zwischen Rausch und Ernüchterung

mehr