... in den USA

von Matthieu Paley

Das neue Italien (Ausgabe III/2016)


Dieser Hogan befindet sich in der Nähe der Black Mesa, einer Hochebene im Navajo-County im US-Bundesstaat Arizona. Es ist ein traditionelles Wohnhaus der Navajo-Indianer, die sich selbst „Diné“ nennen. Hier lebt der Schafhirte Kat mit seiner Frau. Die amerikanische Regierung will zwar, dass sich die Indigenen besser in die restliche Bevölkerung integrieren und nicht länger in Reservaten leben. Aber Kat hat sich bisher erfolgreich gegen alle Umsiedlungsmaßnahmen gewehrt. Bei meinem ersten Besuch fiel mir sofort die Ähnlichkeit zu den Jurten in Zentralasien auf.

Der Eingang ist nach Osten ausgerichtet, sodass man mit der Morgensonne aufwacht. Im Unterschied zu Jurten sind Hogans aber nicht beweglich, sondern werden aus schweren Holzbalken und Lehm gebaut. Von außen wirken sie recht klein, aber der Innenbereich ist mit einem Durchmesser von rund acht Metern sehr geräumig. Es gibt keine Wände oder Türen, keine Privatsphäre. Alles ist offen – ein Spiegelbild der Navajo-Gemeinschaft, die sehr auf Geselligkeit ausgerichtet ist. In dem Ofen in der Mitte wird abends ein Feuer gemacht. Der Rauch zieht über das Rohr ab. Hinter dem Haus gibt es sogar eine Waschmaschine, die mit Wasser aus einem Brunnen betrieben wird.



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