Frühlingssuppe

von Aizhan Khamit

Was bleibt? (Ausgabe I/2016)


Einem alten Glauben nach, erwacht die Natur an diesem Tag zu neuem Leben. Nauryz wurde daher auch zum ersten Tag des neuen Jahres erkoren und wir Kasachen feiern es am 2. März. Seine Ursprünge gehen auf den Zoroastrismus zurück, eine von Zarathustra gestiftete Religion. Damit ist die Tradition des Nauryz-Festes sogar älter als der Islam. Der Name des Festes leitet sich aus zwei persischen Wörtern ab: „nau“ für „neu“ und „ryz“ für „Tag“. An diesem Tag wird gefeiert: Wir ziehen neue Kleider an und blicken voller Zuversicht in die Zukunft. In jeder Familie gibt es dastarkhan, eine Tischdecke voller unterschiedlicher Süßigkeiten, und einen Eintopf, der Nauryz kozhe heißt. Er besteht aus sieben Zutaten: Fleisch, Wasser, Mehl, Butter, Salz, Milch und Körnern (Weizen, Mais oder Reis). Jede Zutat symbolisiert eine der sieben Lebensgrundlagen: Wachstum, Geschick, Glück, Reichtum, Gesundheit, Weisheit und göttlichen Schutz. Traditionell bereiteten sich die Kasachen sehr gründlich auf Nauryz vor: Sie säubern ihre Häuser, zahlen Schulden zurück und legen Streitigkeiten bei. Im Westen von Kasachstan wird das Nauryz-Fest erst am 14. März gefeiert. Dort gehört es zur Tradition, sich zu besuchen und ein gutes neues Jahr zu wünschen.



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