... in Nicaragua

von Alejandra Sequeira

Was bleibt? (Ausgabe I/2016)


Zwei Schwestern, Elena und Luz Balladares, wohnen und backen hier seit fünf Jahrzehnten die besten Torten der Stadt. Das imposante Eckhaus wurde Ende des 19.?Jahrhunderts im Kolonialstil errichtet. Die Familie Balladares kaufte es noch vor der US-amerikanischen Invasion von 1912. Die Mauern sind aus ungebranntem Lehm, das Dach mit Ziegeln gedeckt und das Vordach wird von Balken getragen. An der Frontfassade hat das Haus, das einen halben Block einnimmt, drei große Türen und eine weitere Doppeltür an der Ecke mit einer freistehenden Säule. Diese stattliche Tür wird nur zu besonderen Anlässen geöffnet. Dahinter liegt das Wohnzimmer, das mit alten Korbmöbeln eingerichtet ist. Im Essbereich, der zum Innenhof offen ist, steht ein Tisch mit Platz für sechs Gäste. Schaukelstühle und ein gefließter Fußboden verleihen dem Haus eine gastfreundliche Atmosphäre, das trotz der Kriege 1912 und 1979 seine Schönheit bis heute bewahrt hat.



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