Die beliebtesten Marken in China

Angela Dreßler

Großbritannien (Ausgabe I/2010)


1 Central Chinese TV (CCTV), Staatliches Fernsehen: 1oo Prozent 
 
2 China Mobile, Telekommunikation: 99,65 Prozent 
 
3 Nokia, Telekommunikation: 99,44 Prozent
 
4 Head & Shoulders, Shampoo und Spülung: 99,43 Prozent
 
5 China Telecom, Telekommunikation: 99,36 Prozent 
 
6 Master Kong, Fastfood: 99,29 Prozent
 
7 CocaCola, Limonade: 99,22 Prozent
 
8 Industrial & Commercial Bank of China, Bank: 99,15 Prozent
 
9 Lenovo, Computer / Elektronik: 98,86 Prozent
 
10 Li Ning, Sportartikel: 98,65 Prozent

 
1 Central Chinese Television
Wenig überraschend, dass mit CCTV das chinesische Staatsfernsehen die beliebteste Marke des Landes ist – der Sender erreicht mehr als 1,2 Milliarden Menschen und hat damit das größte Publikum der Welt. 1958 als „Peking Television“ erstmals auf Sendung gegangen, verfügt CCTV heute über 19 Kanäle, die meisten ein Mix aus Unterhaltungsprogrammen. Mit dem englischprachigen CCTV International reiht sich der Sender in die Riege der internationalen Nachrichtenkanäle von BBC World , Al Jazeera und CNN ein. Auch wenn die Sendeanstalt als offizielles Sprachrohr der chinesischen Regierung gilt, lebt CCTV von Werbeeinnahmen. Absoluter Publikumsrenner ist alljährlich die Chinesische Neujahrsgala, nach offiziellen Angaben des Senders bewegt sich die Einschaltquote bei über 90 Prozent. 
 
6 Master Kong
Mit Master Kong liegt eine taiwanesische Fastfoodmarke noch vor dem US-amerikanischen Exportschlager Coca-Cola. Die Herstellerfirma Tingyi wurde vor 17 Jahren gegründet. Inzwischen hält das Familienunternehmen einen Marktanteil von rund 50 Prozent bei Nudelgerichten. Neben den Instantnudeln vertreibt Tingyi unter dem Namen Master Kong ebenfalls Gebäck und Softdrinks. Und während der Name „Kong“ auf die Abstammung von Konfuzius verweist, zeigt sich die Schläue der Betreiber in der Wahl des Steuersitzes. Der liegt auf den Kaimaninseln und dort erhebt man bekanntlich nur sehr geringe Steuern. Entsprechend ist Firmenvorstand Wei Ing-Chou laut Forbesliste fünftreichster Taiwanese.
 
10 Li Ning
Als olympischer Bodenturner ist Li Ning in die Annalen der chinesischen Sportgeschichte eingegangen. Nach seinem Rücktritt vom Wettkampfsport 1990 gründete er unter seinem Namen den inzwischen größten Sportartikelhersteller Chinas. Bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking 2008 war er Schlussläufer des Fackellaufs. Die Marke Li Ning gilt als ernstzunehmender Konkurrent von Adidas und Nike und sponsert eine große Anzahl von Athleten in und außerhalb Chinas. Dazu gehören zahlreiche chinesische Nationalmannschaften, aber auch das sudanesische Sprinterteam sowie die argentinische und die spanische Basketball-Nationalmannschaft. 

Quelle: Young & Rubicam China 2009. Die Rangliste basiert auf einer Befragung von 5.115 Personen in acht Großstädten Chinas. Untersucht wurden Unterscheidbarkeit, Relevanz, Wertschätzung und Wissen von 1.500 Marken. Die Marke mit den besten Ergebnissen wurde als Optimalwert auf 100 Prozent gesetzt.



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