Globalisierung

von Gudrun Czekalla

Menschen von morgen (Ausgabe I/2009)


Was bedeutet die Globalisierung aus kulturpolitischer Sicht? Ist sie ein trojanisches Pferd oder eine neue Chance für multikulturelle Gesellschaften? Welche Beziehungen bestehen zwischen Globalisierung, Kultur und staatlicher Politik? Auf diese Fragen wollen die Autoren mit ihrem Sammelband eine Antwort geben. Renommierte Experten aus acht Ländern unterziehen dazu den Begriff der kulturellen Vielfalt, der im Widerspruch zum nationalen Charakter von Kulturpolitik zu stehen scheint, einer kritischen Analyse. In regionalen Fallstudien weisen sie nach, dass der Umgang mit kultureller Vielfalt je nach nationalem Kontext variiert und gleichermaßen abhängig ist von der aktuellen Kulturpolitik und der historischen Haltung zum Fremden beziehungsweise Anderen in einem Land. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit der Globalisierung der Kulturindustrie, mit kulturellen Rechten und der Rolle der UNESCO sowie mit der Konstruktion lokaler Bilder und kultureller Identitäten in der Globalisierung. Neben der Vermittlung von wissenschaftlichen Erkenntnissen ist den Autoren daran gelegen, mit ihren Beiträgen die Debatte zum Thema anzuregen.

La fin des cultures nationales? Les politiques culturelles à l‘épreuve de la diversité. Hrsg. von Lluís Bonet, Emmanuel Négrier. Paris: La Décou- verte, 2008. 230 Seiten.



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