Koreanisch kuppeln

von Gesine Stoyke

Innenleben. Ein Heft über Gefühle (Ausgabe III/2013)


Das Wort setzt sich aus dem koreanischen Wort "sogae" ("Vorstellung") und der englischen Endung "-ting", wie in "meeting", zusammen. Sogaeting kommen immer durch persönliche Vermittlung, meist gemeinsamer Bekannter, zustande. Sie sind eine - für koreanische Verhältnisse - lockere Methode der Kontaktaufnahme und finden unter Universitätsstudenten großen Anklang.

Im Gegensatz zum Meeting ist beim Sogaeting die Anzahl der Teilnehmer auf zwei begrenzt. Beim ersten Treffen ist es üblich, nach dem Prinzip Ilcha ("erste Runde"), Icha ("zweite Runde"), Samcha ("dritte Runde") zu verfahren. Das heißt: Zunächst trinken die beiden Teilnehmer zusammen einen Kaffee (Ilcha), und falls Interesse am näheren Kennenlernen besteht, folgt im Anschluss daran ein Abendessen (Icha), um den Abend dann vielleicht in einer Bar zu beschließen (Samcha). Wird ein solches Treffen zwischen zwei Personen beispielsweise durch Bekannte der Eltern, Verwandte oder gar eine professionelle Vermittlung arrangiert, erhält es einen viel seriöseren Anstrich, sodass man eher von "Seon" ("Brautschau") sprechen würde.



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