Russisches Stiefelgebläse

Brasilien: alles drin (Ausgabe I/2013)


Stellen Sie sich vor, draußen ist es kalt, aber nicht kalt genug. Schneematsch liegt auf dem Gehweg und an den Bordsteinkanten bilden sich riesige Pfützen. Trotz größter Vorsicht kriecht die Nässe in das Leder Ihrer Winterstiefel. Wie sollen Sie die schnell wieder trocken kriegen? Das Ausstopfen mit Zeitungspapier ist eine langwierige Prozedur und auf der Heizung wird das Leder leicht brüchig. Aber halt! Es gibt einen Schuhtrockner aus einem Land, das sich mit Schnee und Nässe bestens auskennt – Russland. „Raduga“, zu Deutsch „Regenbogen“, heißt das mit einem Stecker für die heimische Steckdose ausgerüstete Gerät und leuchtet freundlich in strahlendem Gelb.

In jeden Schuh kommt eines der beiden „aerodynamischen Elemente“ – so die russische Bedienungsanleitung – und bläst zimmerwarme Luft hinein. Bei einem Verbrauch von nur zwölf Volt sei das Gerät „eine zeitgemäße Vorrichtung“, die es erlaube, „Ihre Schuhe in einem angenehm trockenen Zustand zu halten“. Wenn Sie sich bei einer heißen Tasse Tee wieder aufgewärmt und im leisen Gesäusel der kleinen Ventilatoren ein ausgedehntes Nickerchen von ungefähr drei Stunden gehalten haben, sind Ihre Stiefel samt Futter tatsächlich schonend trocken geblasen und freuen sich auf den nächsten Ausflug.

Schuhtrockner Raduga, 25 Euro. Erhältlich ist das Gerät unter www.okversand.com
Zusammengestellt von Julia Klein



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