Europäische Sprachenpolitik

Gudrun Czekalla

Freie Zeit. Was Menschen tun, wenn sie nichts zu tun haben (Ausgabe IV/2009)


Eine stärkere Förderung der europäischen Sprachenvielfalt und der Mehrsprachigkeit, unter anderem durch die Einrichtung eines ständigen Koordinationsbüros und eines Expertengremiums für Sprachplanung und Sprachforschung, ist nur eine der Empfehlungen, die die Generalversammlung der Europäischen Föderation nationaler Sprachinstitutionen (EFNIL) in Riga im November 2007 verabschiedet hat. Der Band dokumentiert die Beiträge der fünften Jahrestagung der EFNIL, auf der Vertreter von Sprachinstitutionen und Sprachakademien aus 25 europäischen Ländern über das Spannungsverhältnis von nationalen sprachpolitischen Zielen, Maßnahmen und Zuständigkeiten auf der einen Seite und dem Engagement und den Programmen der Europäischen Union für die sprachliche Vielfalt auf der anderen Seite diskutierten. Diese werden ergänzt durch EU-Vorgaben ohne offensichtlichen Sprachenbezug, die gleichwohl sprachpolitische Konsequenzen haben. Neben länderübergreifenden Artikeln zur EU-Sprachenpolitik berichten die Vortragenden über die sprachpolitische Lage in Dänemark, Frankreich, Griechenland, Irland, Lettland, Portugal, Rumänien, Slowenien und Ungarn. (Cz)

National and European language policies. Hrsg. von Gerhard Stickel. Lang, Frankfurt am Main, 2009. 179 Seiten.



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