Der 11. September und die Folgen

Gudrun Czekalla

Freie Zeit. Was Menschen tun, wenn sie nichts zu tun haben (Ausgabe IV/2009)


Eine künstlerische Auseinandersetzung mit den Anschlägen des 11. September 2001 fand in den Vereinigten Staaten zunächst nicht statt. Erst seit 2005 lässt sich eine nennenswerte literarische, filmische und mediale Bearbeitung der Ereignisse in den USA ausmachen. Anders war die Reaktion in Europa. Dort fand von Beginn an eine stärkere Auseinandersetzung mit den Anschlägen in der künstlerischen Produktion statt. In Literatur, Film und Musik brachte 9/11 neue Formen im Umgang mit Gewalt und Terror hervor. In der kulturtheoretischen Auseinandersetzung wurden die Thesen Fanons und Huntingtons wieder neu rezipiert und belebten die Diskussion um das Zusammenleben von Kulturen. In den Medien zeichnete sich eine Zunahme von Verschwörungstheorien ab, die einhergingen mit einer Kritik an den politischen Zuständen in den Vereinigten Staaten und dem Versuch einer psychologischen Verarbeitung der Ereignisse. Der vorliegende Sammelband dokumentiert die Vorträge eines Symposiums, das im Februar 2008 an der Universität Mainz stattfand. Ein Forschungsprojekt dort setzt sich weiter mit dem Thema auseinander. (Cz)

9/11 als kulturelle Zäsur. Repräsentationen des 11. September 2001 in kulturellen Diskursen, Literatur und visuellen Medien. Hrsg. von Sandra Poppe, Thorsten Schüller, Sascha Seiler. Transcript-Verlag, Bielefeld, 2009. 341 Seiten.



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