Imageberaterin dankt ab

Ganz oben. Die nordischen Länder (Ausgabe I/2008)


Sie hat einfach nicht verstanden, dass ihr moralisierendes und arrogantes Cheerleading – „Go, Muslim, go! Reach for the sky! You can be modern and democratic, if you really try!” – Teil des Problems war und nicht Teil der Lösung. Sie hat nicht begriffen, dass es zwecklos ist, uns ein Land liebenswert erscheinen zu lassen, dessen israelfreundliche Außenpolitik mit Sympathie für arabische Autokraten – und nun auch noch das Fiasko im Irak – auf unsere Länder und Kulturen seit fast einem halben Jahrhundert verheerende Auswirkungen hat.
Tom Rami Khouri in THE DAILY STAR (Beirut) vom 03.11.2007

Die Schwächen von Frau Hughes machten sich gleich nach ihrem Amtsantritt bemerkbar. Sie war nie zuvor im Mittleren Osten gewesen und verfügte über keinerlei Fachkenntnisse hinsichtlich muslimischer Gesellschaften, die das Hauptziel der Public-Diplomacy-Bemühungen der Regierung sein sollten. Ihre ersten Streifzüge in die Region waren blamabel.
THE NEW YORK TIMES vom 04.11.2007

Ihr Rücktritt mag der realistischste Schritt sein, den sie je unternommen hat. Er zeigt Einsicht in ihr Scheitern, der muslimischen Welt amerikanische Politik näherzubringen, gerade weil sich das Amerikabild während ihrer Amtszeit noch verschlechtert hat.
ARABNEWS (Jeddah) vom 03.11.2007

Hughes und ihre Vorgänger haben versucht ein Produkt zu verkaufen, in diesem Fall eine Außenpolitik, anstatt für amerikanische Werte zu werben. (...) In der Public Diplomacy geht es eher um Einflussnahme auf fremde Völker und Ausweitung des Dialogs zwischen amerikanischen Bürgern und Institutionen und ihren Partnern im Ausland als um das „Verkaufen“ einer bestimmten Politik.
Price B. Floyd in LOS ANGELES TIMES vom 19.11.2007



Ähnliche Artikel

Was vom Krieg übrig bleibt (Themenschwerpunkt)

Botschafter der Angst

Elizabeth Swanson-Goldberg

Wie Filme uns den Krieg zeigen

mehr


Good Morning America. Ein Land wacht auf (Themenschwerpunkt)

„Warum sollte ich euch wählen?“

Mary C. Joyce

Mary C. Joyce erklärt, wie mit Neuen Medien Wahlkämpfe gewonnen werden

mehr


Unterwegs. Wie wir reisen (Bücher)

Bilaterale Kulturbeziehungen

Miriam Weber

Das ehemals vorbildliche deutsch-amerikanische Verhältnis muss wieder verbessert werden. Knappere öffentliche Gelder, Reisebeschränkungen, verschärfte Sicherhei... mehr


Heiße Zeiten. Wie uns das Klima verändert (Forum)

Das Jahr, das die Welt veränderte

Tariq Ali

1968 fand nicht nur in Europa und Nordamerika statt: Alle Kontinente waren vom Wunsch nach Veränderung infiziert

mehr


Erde, wie geht's? (Bücher)

„Es wird den Leuten weisgemacht, dass Schwarze an ihren Problemen schuld sind“

ein Interview mit Ibram X. Kendi

Ibram X. Kendi zeigt in seinem Buch »Gebrandmarkt« wie mit Stereotypen über Afroamerikaner Politik gemacht wird. Ein Gespräch

mehr


Zweifeln ist menschlich. Aufklärung im 21. Jahrhundert (Themenschwerpunkt)

Das Kartell

Dominique Vidal

Die westlichen Länder beherrschen die wichtigsten internationalen Organisationen. Echte Demokratie sieht anders aus

mehr