Stereotypen

von Miriam Schneider

Ganz oben. Die nordischen Länder (Ausgabe I/2008)


Der Streit um die Mohammed-Karikaturen 2006 hat drastisch vor Augen geführt, welche Sprengkraft von Bildern ausgehen kann. Doch bereits seit den Anschlägen vom 11. September 2001 und der anschließenden Medienberichterstattung ist immer wieder von einem „Krieg der Bilder“ die Rede, der den Unterschied zwischen Fakten und Fiktion nicht immer klar zutage treten lässt. Wie durch Bilder Realität nicht einfach abgebildet, sondern im performativen Akt erst erschaffen wird, untersuchen die Beiträge im vorliegenden Band. Autorinnen und Autoren aus West und Ost analysieren die visuellen Strategien unterschiedlicher Kulturen beim Schaffen von Feindbildern und dem Schüren von Kulturkonflikten. Sie fragen nach der Bedeutung der neuen Medien, untersuchen die Zugehörigkeit der Muslime zu Europa, diskutieren das „postmoderne“ Protestverhalten radikaler Gruppierungen und analysieren die Rolle der Politik und der Medien in Zeiten des „Iconic Turn“.

Feindbilder. Ideologien und visu­elle Strategien der Kulturen. Hg. von Lydia Haustein, Bernd M. Scherer, Martin Hager. Göttingen: Wallstein Verlag, 2007. 163 Seiten.
Alle Titel sind in der Bibliothek des ifa ausleihbar.



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